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CSU-Kandidaten für den Tutzinger Gemeinderat und für den Landrat (v.l.): Karsten Thost, Stefan Frey, Andreas Weigmann, Markus Scholz, Stefanie von Winning, Brigitte Grande, Ludwig Horn, Dr. Ernst Lindl, Dr. Thomas von Mitschke-Collande, Peter Stich, Thomas Parstorfer, Hans Greif, Rolf Bäck, Elisabeth Dörrenberg, Martin Laußer, Johanna Pfänder und Florian Schotter. Einige Bewerber waren nicht anwesend. 

Lokalpolitik in Tutzing

CSU-Chef hofft auf zehn Mandate

Die sieben aktuellen Gemeinderäte der Tutzinger CSU stehen auf den ersten acht Plätzen der Kandidatenliste für die Kommunalwahl im nächsten Jahr. Die meisten neuen Bewerber folgen erst weiter hinten.

Tutzing – Thomas Parstorfer wirkte zufrieden, dass es geschafft ist. „Drei Monate haben wir gebraucht“, sagte der Tutzinger CSU-Ortsvorsitzende am Montagabend bei der Aufstellungsversammlung für die Gemeinderatsliste in der Gaststätte Tutzinger Hof. Diskussionen über die Reihung und die einzelnen Plätze waren erwartet worden, doch dazu kam es nicht. Eine vom Vorstand in vielen Einzelgesprächen erarbeitete Liste erhielt ohne größere Aussprache große Zustimmung. Bei 36 stimmberechtigten Mitgliedern gab es 32 Ja-Stimmen und drei Ablehnungen, eine Stimme war ungültig.

Die sieben derzeitigen Gemeinderäte der CSU-Fraktion, darunter auch die parteilose Brigitte Grande, stehen auf den ersten acht Plätzen. Unterbrochen wird ihre Riege nur durch den Fischer Rolf Bäck aus Unterzeismering, einen von drei stellvertretenden Ortsvorsitzenden, auf Platz fünf. Den zehnten Platz belegt Florian Schotter, der gegen Marlene Greinwald vor mehr als anderthalb Jahren unterlegene CSU-Bürgermeisterkandidat. Er neige derzeit nicht zu einer weiteren Bewerbung um die Rathausspitze, wie er gestern dem Starnberger Merkur bestätigte.

Parstorfer setzt Hoffnung auf bekannte Tutzinger

„Zehn wären eine Sensation“, sagte Parstorfer zur erhofften Zahl der CSU-Gemeinderäte, fügte aber hinzu: „Das wäre sehr hoch gegriffen.“ Gewisse Hoffnungen scheint Parstorfer mit Chancen bekannter Tutzinger zu verbinden. 2014 seien mehrere von ihnen „nach vorn“ gewählt worden, so Dr. Ernst Lindl von Listenplatz 9 auf Platz 5, Fritz Häring von 20 auf 10 und er, Parstorfer, von 17 auf 7.

Der CSU-Chef mahnte bei allen Kandidaten Engagement an. „Wer nichts tut, dem hilft auch ein guter Listenplatz nichts“, sagte er: „Wer argumentiert, er muss in die Arbeit gehen – das kann ich nicht mehr hören, ich muss auch arbeiten.“ Aber er prophezeite: „Wir werden jetzt richtig Gas geben.“ Altbürgermeister Peter Lederer nutzte seine Funktion als Wahlleiter, um für Zusammenhalt in der Partei zu werben. Nachdrücklich warnte er vor „Quertreibereien“ und Spaltungen des Ortsverbands. Dafür gebe es Beispiele im Landkreis Starnberg, etwa in Seefeld.

Stefan Frey betont Bedeutung demokratischer Gepflogenheiten

Ein flammendes Plädoyer für demokratische Gepflogenheiten hielt der als Gast geladene CSU-Landratskandidat Stefan Frey. Das Wort Klimaschutz könne er schon bald nicht mehr hören: „Wir dürfen nicht Panik und Hysterie verbreiten“, sagte Frey. Der Umweltschutz sei wichtig, aber auch andere Aspekte. Man könne nicht Anträge von Bauwerbern einfach liegenlassen, um erst einmal den C02-Ausstoß zu berechnen, sagte er. Auf kommunaler Ebene gehe es darum, unterschiedliche Interessen zu vereinen, Interessenausgleich zu suchen und einen Konsens zu finden.

So schaut die Liste der Tutzinger CSU aus: 1. Thomas Parstorfer, 2. Stefanie von Winning, 3. Dr. Thomas von Mitschke-Collande, 4. Brigitte Grande, 5. Rolf Bäck, 6. Elisabeth Dörrenberg, 7. Dr. Ernst Lindl, 8. Peter Stich, 9. Martin Laußer, 10. Florian Schotter, 11. Ludwig Horn, 12. Sabrina Lanzl, 13. Markus Scholz, 14. Andreas Weigmann, 15. Anne Theiß-Berlinger, 16. Fritz Häring, 17. Johanna Pfänder, 18. Richard Willbold, 19. Karsten Thost, 20. Hans Greif. Zum Ersatzkandidaten wurde Christian Wagner gewählt.

von Lorenz Goslich

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