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Relikte eines Pfostens, der bestenfalls zurückkehrt: Robert Eckbauer sorgt sich um den zunehmenden Verkehr auf der Ziegeleistraße. 

Nach Sorge um Verkehrssicherheit

Einbahnregelung gegen Chaos auf der Ziegeleistraße

Nachdem ein besorgter Anwohner die Verkehrssicherheit an der Tutzinger Ziegeleistraße kritisierte, wurde die Gemeindeverwaltung nun aktiv. Eine Einbahnregelung soll Abhilfe schaffen.

Tutzing – Flott war der Mann unterwegs. In der Tutzinger Siedlung Fischerbuchet fuhr der Unbekannte mit seinem Auto von der Dreisbuschstraße in die Ziegeleistraße, als ihm auf der Straße Kinder entgegenkamen, erinnert sich Robert Eckbauer, der dort wohnt und die Szene beobachtet hat. Der Autofahrer habe die Kinder beschimpft. Eckbauer geht es weniger darum, wer Recht hatte, sondern um die Verkehrsrisiken in dem Bereich. Deshalb bat er die Gemeinde um Abhilfe.

Der Tutzinger Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss hat am Dienstag eine Einbahnregelung für Autos in der Ziegeleistraße beschlossen, vom Kallerbach aus gesehen zur Dreisbuschstraße hin. Radfahrer sollen in beiden Richtungen fahren können.

Anwohner Robert Eckbauer würde einen Mittelpfosten befürworten

„Kokolores“, lautete Eckbauers Kommentar nach der Sitzung. Sinnvoller sei ein Mittelpfosten, der auch früher die Durchfahrt durch die Ziegeleistraße versperrt habe. Dessen Entfernung begründete Bürgermeisterin Marlene Greinwald unter anderem mit Problemen bei der Müllabfuhr und beim Schneeräumen. Sie will abwarten, ob die Einbahn etwas verbessert: „Sonst müsste man doch irgendwo eine Schranke einbauen.“

Die zunehmenden Verkehrsprobleme haben mehrere Gründe. Seit das „Weizenbierstüberl“ dort ein legendärer Treffpunkt war, hat sich viel verändert. Die ehemalige Standortverwaltung der Bundeswehr ist teils zum „5Seen Businesspark“ mit etlichen Firmen, teils zur Privatschule Create School geworden, neue Häuser sind entstanden. Die allgemeine Belebung verstärkt den Verkehr auf der Ziegeleistraße. Die ist nicht nur eng, sondern weist auch Schlaglöcher und mangelhafte Beleuchtung auf, wie Anlieger immer wieder klagen. Wegen der Privatschule sind Kinder und Jugendliche unterwegs, hinzu kommen zunehmend Radfahrer, weil der Fahrradweg zwischen Kampberg und Fischerbuchet am Kallerbach endet. Schilder führen von Süden kommende Radfahrer durch die Siedlung zur Ziegeleistraße, obwohl dort – offenbar wegen des früheren Pfostens – nach wie vor ein Sackgassen-Schild steht. Da komme es zu unangenehmen „Annäherungen“, sagt Eckbauer – nicht nur zwischen den Kindern und dem erregten Autofahrer, den er beobachtet hat.  

von Lorenz Goslich

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