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Von Tutzingern für Tutzinger: Die Gilde steht am Samstag auf der Lindlwiese und verkauft Christbäume. 

Verkauf der Tutzinger Gilde

Christbäume aus der heimischen Plantage

Wer sich für Weihnachten einen Christbaum aus der Region ins Haus holen will, sollte am Samstag in Tutzing vorbeischauen. Dort verkauft die örtliche Gilde heimische Christbäume.

Tutzing – Die Fichten sind schon da, die Tannen kommen am Freitag dazu. Fast 40 Mitglieder der Tutzinger Gilde haben alles gut vorbereitet: Am kommenden Samstag, 7. Dezember, bietet der Heimat- und Trachtenverein bereits zum 43. Mal frisch geschlagene Bio-Fichten von seiner eigenen Christbaumplantage in Tutzing und Nordmanntannen aus dem Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau an.

„Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Christbäume frisch geschlagen sind, nicht gespritzt wurden und nur kurze Transportwege hinter sich haben“, sagt der zweite Vorstand Rudi Sigl. „Das sind Themen, die unter den Stichworten Nachhaltigkeit und Gesundheit auch bei Christbäumen immer wichtiger werden.“ Den Gegenpol bildet für ihn „Billigware aus Dänemark, hochgezüchtet und vier Mal gespritzt“. Sigl war schon als Kind beim Christbaumverkauf der Gilde dabei, als sein Vater engagiert mitgeholfen hat. Er weiß: „An der Schnittfäche erkennt man, wie lange ein Baum schon geschnitten ist.“

Die Bäume können auch nach Hause geliefert werden

Doch auf all die Details achten offenbar viele Menschen nicht. Die immer stärker gewordene Konkurrenz hat zur Folge, dass die Gilde die Zahl von 300 bis 400 Bäumen wie in früheren Jahren nicht mehr erreicht, sondern nur noch die Hälfte. Auf Wunsch liefert die Gilde die Bäume gegen geringes Entgelt nach Hause. Größere Bäume mit drei bis zehn Metern Höhe gibt es auf Anfrage, sie werden nur bei Bedarf gefällt. Die katholische Kirche in Tutzing bekommt den Weihnachtsbaum zum Beispiel von der Gilde. Auch aus anderen Gemeinden kamen schon Kunden. Sogar die Stadt Bad Tölz hat sich Christbäume aus Tutzing besorgt, erzählt Sigl.

Der Erlös des Christbaumverkaufs ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Tutzinger Gilde. Unter anderem werden davon Kinder- und Jugendtrachten für den vereinseigenen Fundus angeschafft.  

von Lorenz Goslich

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