+
Große Dimensionen haben die Werke von Reiner Heidorn. 

Ausstellung in Tutzing

Reiner Heidorn zeigt Botanik und ihre Auflösung

Großformatige Ölmalerei aber auch extreme Nahaufnahmen präsentiert Reiner Heidorn ab Anfang Juni in der Akademie für politische Bildung in Tutzing. Das Thema der Austellung: die Botanik.

Tutzing – Mit seinen großformatigen Leinwänden bestückt der Weilheimer Künstler Reiner Heidorn von Montag, 3. Juni, bis zum 29. Juli, die Räume der Akademie für politische Bildung in Tutzing. Die Ausstellung greift das Thema Botanik und Auflösung auf unter dem Titel „I was put on this earth“ (Ich wurde auf diese Erde gebracht).

Reiner Heidorn beschäftigt sich seit einiger Zeit in seiner großformatigen Ölmalerei mit der Botanik in großen Dimensionen und in kleinsten mikroskopischen Einheiten. Seine Bilder sind zum einen erhabene Landschaften ohne feste Strukturen, ohne aufragende Bäume, Himmel oder Horizont. Daneben gibt es Motive wie Süßwasser, Pflanzen, Polypen oder auch der Lichteinfall unter Wasser, im Regen, bei Sturm. Sie zeigen Räume wie in einem Traum, in denen es keine Begrenzungen zu geben scheint.

Heidorn zeigt extreme Nahaufnahmen

Gleichzeitig sind Heidorns Darstellungen extreme Nahaufnahmen, die Formen bis in ihre kleinsten Bestandteile auflösen. Darin erinnern sie an mikroskopische Betrachtungen, wie sie aus der Biologie oder Medizin bekannt sind. In der Wissenschaft offenbart diese detaillierte Darstellung nicht nur die originäre Struktur natürlicher Organismen, sondern auch deren Mutationen, genetische Veränderungen in ihrer DNA, die durch Eingriffe des Menschen in die Natur bedingt sind. Die Reflektion dieser sich im Stillen vollziehenden Katastrophen in der Folge von Klimawandel und Umweltzerstörung schleicht sich unweigerlich in Heidorns malerische Betrachtung der Natur und kann dennoch ihrer Schönheit nichts anhaben.

Reiner Heidorns aktuelles Werk ist eine Aufforderung, sich um den Planeten zu kümmern. „Der Klimawandel ist ein Thema, das uns alle angeht. Wir müssen verhindern, dass der Traum von der Natur, in der wir leben, zum Alptraum für zukünftige Generationen wird.“ So lautet auch sein Statement zur aktuellen Situation.  

Die Ausstellung ist vom 3. Juni bis 29. Juli in der Akademie für politische Bildung in Tutzing zu sehen (Buchensee 1), montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und auf Anfrage

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gärtner und Naturschützer erklären: So reagieren Flora und Fauna auf den milden Winter
Die Krokusse blühen, die Haselpollen fliegen, und die Tulpen treiben. Zugvögel sind früher zurück als gewohnt. Flora und Fauna reagieren auf den milden Winter. Gärtner …
Gärtner und Naturschützer erklären: So reagieren Flora und Fauna auf den milden Winter
Damit Musikkneipe weiterlebt: Stammgäste gründen Genossenschaft
Eine Dießener Kultkneipe hat wieder eine Zukunft. Damit das „Craft Bräu“ weiterhin bestehen kann, haben Stammgäste eine Genossenschaft gegründet. 
Damit Musikkneipe weiterlebt: Stammgäste gründen Genossenschaft
Autofahrer erfasst Radlerin in Tutzing: Sie muss ins Krankenhaus
Ein Autofahrer erfasste am am vergangenen Freitag gegen 14.50 Uhr eine Radfahrerin. Er muss sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr verantworten.
Autofahrer erfasst Radlerin in Tutzing: Sie muss ins Krankenhaus
Starnberger Kinderärztin fährt drei Tage 100 Kilometer durch Norwegens Winter - für den guten Zweck
Drei Frauen, drei Schlitten und 100 Kilometer Weg durch verschneite Landschaften: So sieht die Expedition aus, auf die sich die Starnberger Kinderärztin Dr. Linda …
Starnberger Kinderärztin fährt drei Tage 100 Kilometer durch Norwegens Winter - für den guten Zweck

Kommentare