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Unermüdliche Senioren: Die Spiele- und Kaffeenachmittage des Traubinger Seniorenclubs im Buttlerhof werden trotz des brachliegenden Gaststättenbetriebs weitergeführt.

Gastronomie

Der Buttlerhof hat neue Pächter - sie kommen aus Starnberg

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  • Stephan Müller-Wendlandt
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Der Traubinger Buttlerhof hat einen neuen Pächter. Ab Februar übernimmt das Ehepaar Aikaterini Charami und Vasileios Papatzelos die gemeindeeigene Gaststätte.

Traubing – Der Buttlerhof in Traubing wird wieder ein richtiges Wirtshaus, das regelmäßig geöffnet hat. Die Eigentümerin des Gebäudes miten in Traubing, die Gemeinde Tutzing, hat einen neuen Pächter gefunden. Aikaterini Charami und Vasileios Papatzelos werden ab 1. Februar den Buttlerhof übernehmen. „Die Verträge sind unterzeichnet“, bestätigt Gemeindegeschäftsleiter Marcus Grätz. Das freut vor allem die Vereine, die unter anderem die Kegelbahn und den Schießstand im Buttlerhof nutzen und sich nicht länger selbst aus dem Kühlschrank bedienen müssen.

Viel los war im Traubinger Buttlerhof in den vergangenen Monaten nicht, seit die alten Pächter Christoph Meiler und Ulrike Schwarz im September den regulären Gaststättenbetrieb eingestellt hatten. Wie berichtet, öffnen sie das Wirtshaus nur noch auf Anfrage. Etwa für den Traubinger Seniorenclub, der sich zweimal im Monat dort trifft. Einmal zum Kaffee trinken, einmal zum Spielen. Sabine Drechsler ist die für die Senioren abgestellte Bedienung. Sie kümmert sich an den Seniorenmittwochen um die rund 20 Gäste an vier, fünf Tischen. Sie bereitet belegte Semmeln und eine Kuchenplatte vor. Es gibt Kaffee und Getränke. „Das ist normal für uns“, sagt Evelin Schwab, die die Treffen und Ausflüge für den Seniorenclub organisiert. „Wir sind zufrieden. Wir sind froh, wenn wir nicht woanders hinfahren müssen.“

Als der Seniorenclub mal kegelte, hat Evelin Schwab Pizza kommen lassen. „Die war gut, aber es war doch ein bisschen traurig. Die Stimmung ist ganz anders, wenn ein Lokal bewirtschaftet ist.“

Der Buttlerhof ist in gutem Zustand. Eine Putzkolonne der Gemeinde geht regelmäßig durch, alles ist sauber und ordentlich. Die alten Pächter Meiler, Schwarz und anfangs auch Josef Hofrichter haben die Stube hergerichtet. Die Gemeinde hat rund 200 000 Euro in den Brandschutz investiert. Zuletzt seien Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis mehr gestanden, hatten die Pächter im September mitgeteilt.

Das sehen die neuen Pächter anders. Sie freuen sich auf ihre neue Wirkungsstätte und sind überzeugt, den Buttlerhof wieder zu einem florierenden Mittelpunkt des Dorflebens zu machen. „Wir sind herzlich von den Traubingern aufgenommen worden“, sagt die 42-jährige Gastronomin Aikaterini Charami. Sie und ihr Mann Vasileios Papatzelos (45) sind noch die Wirte im Starnberger Tennispark. Wegen der Unsicherheit, ob und wie es mit dem Tennissport an der Gautinger Straße in Starnberg weitergeht, hat sich das Ehepaar nach einer neuen Wirkungsstätte umgesehen und ist in Traubing fündig geworden – erleichtert, dass die Suche ein gutes Ende gefunden hat. Mit dem Buttlerhof ist das aus Larissa (südlich von Saloniki) in Griechenland stammende Ehepaar mehr als zufrieden.

Die Wirtsleute werden in Traubing ihre auch schon im Tennispark servierten Klassiker anbieten: griechische und mediterrane Spezialitäten, dazu einiges aus der regionalen Küche. Zudem wird es wechselnde Tagesgerichte geben. Ein Geheimtipp sind – noch – Aikaterini Charamis Pizzen, hergestellt mit selbstgeknetetem Teig.

2000 sind die beiden Griechen nach Deutschland gekommen. Sie waren in der Gastronomie zunächst im Landkreis Dachau, danach in Augsburg und Fürstenfeldbruck und dann in Starnberg tätig. Drei Jahre haben sie die Sportgaststätte der FT Starnberg an der Ottostraße geführt. Seit fünf Jahren betreiben sie die Gaststätte im Tennispark. Ihren Abschied geben sie dort am 23. Dezember. Ihren offiziellen Einstand wollen sie in Traubing Ende Januar/Anfang Februar feiern. Zuvor sind sie aber schon im Buttlerhof aktiv. So werden sie die Weihnachtsfeier des örtlichen Schützenvereins Mitte Dezember ausrichten. Das Ehepaar wird mit der 16-jährigen Tochter Rafaelia die Wohnung im Buttlerhof beziehen.

Die alten Pächter werden Mitte Januar Geschirr und andere Dekorationsgegenstände bei einem Flohmarkt im Saal veräußern. Die Gemeinde ist froh über die Lösung. Zusperren wäre keine Option gewesen, weil man Räume für die Vereine brauche, sagt Grätz. „Die Vereine wollten das Lokal auch nicht selbst bewirtschaften, da wäre die Koordination schwierig.“ Die neuen Pächter bekämen das Haus zu den selben Konditionen wie die alten, also für eine sehr günstige Pacht. „Wir schauen, dass die Nebenkosten gedeckt sind.“ Der Pachtvertrag läuft auf fünf Jahre.

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