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Ein Vierteljahrhundert Brahmstage: Musikfestival mit einer orchestralen Symphonik

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Von: Laura Forster

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Veranstalten heuer ganz besondere Brahmstage: Stephan Beck (l.), Thomas Zagel und Andreas Dessauer (r.) vom Freundeskreis Tutzinger Brahmstage mit Elisabeth Carr von den Kunsträumen am See.
Veranstalten heuer ganz besondere Brahmstage: Stephan Beck (l.), Thomas Zagel und Andreas Dessauer (r.) vom Freundeskreis Tutzinger Brahmstage mit Elisabeth Carr von den Kunsträumen am See. © Maren martell

Die über die Landkreisgrenzen bekannten Brahmstage in Tutzing finden heuer bereits zum 25. Mal statt. Zugleich ist heuer auch das 125. Todesjahr des Komponisten Johannes Brahms, nach dem das Musikfestival benannt wurde. Beides wird mit einer orchestralen Symphonik gefeiert.

Tutzing – Erstmals in der Geschichte der Tutzinger Brahmstage erklingt vom Montag 3. Oktober, bis Sonntag, 30. Oktober, orchestrale Symphonik. Denn der Freundeskreis Tutzinger Brahmstage hat heuer einiges zu feiern: Zum 25. Jubiläum des Klassikfestivals erinnert der Verein an den 125. Todestag des Komponisten Johannes Brahms. Die Münchner Symphoniker spielen zu diesem Anlass unter Leitung der international gefeierten Dirigentin Alondra de la Parra die vier Symphonien von Johannes Brahms – jeweils kombiniert mit einer Symphonie von Antonin Dvorák. Veranstaltet wird der Konzertreigen vom Freundeskreis in Kooperation mit den Kunsträumen am See von Elisabeth Carr und Loft Music von Manfred Frei, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Konzertort ist die stattliche neubarocke Kirche St. Joseph, der einzige Raum in Tutzing, der einem Sinfonie-Orchester den nötigen Platz und den richtigen Klangraum bieten kann, so der Freundeskreis Tutzinger Brahmstage.

1958 hatte die weltberühmte Pianistin Elly Ney zur Erinnerung an die Tutzinger Zeit von Brahms die „Tutzinger Musiktage“ ins Leben gerufen. Aus Anlass des 100. Todestages des Komponisten fanden im Oktober 1997 die ersten Tutzinger Brahmstage statt, damals unter der künstlerischen Leitung von Christian Lange. Viele Besetzungen waren in den Programmen der Konzerte: Klaviermusik, Streichquartett bis Streichoktett, Klaviertrio, Kammermusik mit Bläsern, Liederabende, Vokalmusik vom Quartett bis zum Chor, Oratorium und Messe. International gefeierte Opernstars wie Jonas Kaufmann, Hermann Prey, Christian Gerhaher, Franz Hawlata oder Michael Volle sowie herausragende Musiker und Ensembles traten in Tutzing auf und interpretierten Werke von Brahms und anderen Komponisten.

„Wir laden herzlich dazu ein, mit uns das Jubiläum der Tutzinger Brahmstage zu feiern. Nach den Pandemiejahren eine Verneigung vor einem großen Meister am Ufer des schönen Starnberger Sees zu spielen, das ist etwas ganz Besonderes. Auch auf die Zusammenarbeit mit der Dirigentin Alondra de la Parra freut sich das Orchester schon sehr“, so der Intendant der Münchner Symphoniker, Tilman Dost. „Unseren Mitgliedern, aber auch allen Freunden von Brahms und klassischer Musik wollen wir in diesem Herbst ein ganz besonderes Festivalprogramm bieten“, hebt der Vorsitzende des Freundeskreises Tutzinger Brahmstage, Andreas Dessauer, hervor. Feierlich eröffnet werden die Brahmstage am 3. Oktober in der Evangelischen Akademie Tutzing. Dann erklingt Klaviermusik von Brahms und Dvorák in Kombination von Textrezitationen über die Beziehung der beiden Komponisten. Es lesen der Schauspieler und BR-Sprecher Peter Weiß sowie Schauspieler und Buchautor Alexander Netschajew, der auch die Texte zusammengestellt hat.

Am 9. Oktober trifft Dvoráks 8. Symphonie auf die großartige 1. Symphonie von Brahms, die von der Ehrerbietung vor Beethoven geprägt ist. Am 16. Oktober wird die berühmte 9. Symphonie „Aus der neuen Welt“ von Dvorák zusammen mit der pastoral emotionalen 2. Symphonie von Brahms zu Gehör gebracht. Nahezu zeitgleich komponiert wurden die 7. Symphonie von Dvorák (1885) und die 3. Symphonie von Brahms (1883), zu hören in Tutzing am 23. Oktober. Dem tiefgründig gewichtigen Ausdruck der 4. Symphonie von Brahms wird als Kontrast zum Finale der Brahmstage am 30. Oktober die heiter lebensfrohe 6. Symphonie von Dvorák vorangestellt.

Online-Tickets gibt es für 35 Euro (10 Euro ermäßigt) unter tutzinger-brahmstage.de oder kunstraeume-am-see.de.

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