Gäste und Gastgeber des Neujahrsempfangs: Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber, Landesbischof Prof. Heinrich Bedford-Strohm, Verfassungsgerichtspräsident Prof. Andreas Voßkuhle und Akademiedirektor Udo Hahn (v.l.). Foto: Jaksch

Akademie nutzt Seehof-Areal für Gäste

Tutzing - Nach dem Wunsch eines Bürgerforums sollen die Parkplätze der Evangelische Akademie einer Promenade weichen. Vorerst läuft’s umgekehrt: Akademie-Gäste parken auf dem freien Seehof-Gelände.

Am Sonntag war das Seehof-Areal in Tutzing wieder fast komplett frei - eine verschneite Wiese ganz nah am Dampfersteg. Nur zwei Autos mit weißen Hauben standen dort. Ein paar Tage zuvor, beim Neujahrsempfang der Evangelischen Akademie, war das ehemalige Hotelgelände zu einem Parkplatz umfunktioniert worden. Damit gibt es jetzt in Tutzing schon zwei große Grundstücke in zentraler Lage, auf denen vorübergehend immer wieder mal Autos abgestellt werden: die Fläche der abgebrochenen TSV-Halle und den Seehof.

So hat der auch unter den neuen Eigentümern unvermindert anhaltende Leerstand des Seehof-Geländes für die Akademie durchaus Vorteile. Auch beim Empfang sorgte das Umfeld nach den offiziellen Reden wieder für Gesprächsstoff in den Salons des Schlosses. In der Akademie spielen lokale Themen auch sonst durchaus eine Rolle. So hat sie beispielsweise im vorigen Jahr zusammen mit der Kreisgruppe Starnberg im Bund Naturschutz eine gut besuchte Veranstaltung zum Managementplan FFH-Gebiet Starnberger See abgehalten. Erkennbares Interesse an diesem Thema zeigte die Akademie nicht zuletzt, weil sie selbst Eigentümerin eines Seegrundstücks ist.

Auch zu ihren großen Veranstaltungen wie jetzt dem Neujahrsempfang lädt die Akademie regelmäßig lokale Akteure ein. Unter den rund 450 Gästen waren diesmal neben viel überregionaler Prominenz (siehe Kasten) unter anderen die Bürgermeister von Tutzing und Bernried, Rudolf Krug und Josef Steigenberger, sowie mehrere Tutzinger Gemeinderäte wie Thomas von Mitschke-Collande, Hellmut Kirchner und Brigitte Grande, die den in vielen Regionen vertretenen Freundeskreis der Evangelischen Akademie leitet. Sie alle waren nach dem offiziellen Teil in intensive Gespräche vertieft.

Was den Seehof und seine Umgebung betrifft, ist die Akademie mittlerweile ohnehin mittendrin in den Diskussionen. Ein „Bürgerforum Ortsverkehr Tutzing“ hat vor einiger Zeit angeregt, dass ihr Parkplatz neben der Schlossmauer einer neuen Promenade „Unter den Linden“ weichen sollte. Die Akademie-Besucher sollten ihre Autos dann in einer neuen Tiefgarage abstellen. So könne „eine weitläufige Promenade“ zwischen der Ortsmitte und dem Starnberger See entstehen. Beim Bürgerforum zeigt man sich überzeugt, dass ein so entstehendes „ansprechend gestaltetes, offenes und grünes Entrée zur Akademie“ Vorfreude bei ihren Tagungsgästen schaffen würde.

Beim Neujahrsempfang war noch alles ganz anders: Weniger offenes Entrée als zugeparkter Seehof. Für Freude bei ihren Besuchern versuchte die Akademie auf andere Weise zu sorgen: mit zwei neuen Kunstführern „Schloss und Evangelische Akademie Tutzing“ und einer Smartphone-App, alle betitelt „Schloss und Evangelische Akademie Tutzing“.

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