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Hat einen Brandbrief aus Tutzing erhalten: der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer

CSU-Politik

Nach Brandbrief an Seehofer: „Nicht die geringste Reaktion“

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Die CSU-Granden in Tutzing sind enttäuscht: Auf ihren Brandbrief an die Parteispitze gibt es bis heute keine offizielle Reaktion. 

Tutzing – „Es gab nicht die geringste Reaktion.“ Tutzings Vizebürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg ist enttäuscht. Auf den Brandbrief, den die CSU-Politikerin mit Altbürgermeister Dr. Alfred Leclaire, Gemeinderat Dr. Thomas von Mitschke-Collande sowie Unternehmerin Sonja Stuchtey Mitte Mai an den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer geschrieben hatte, gab es keine Antwort. In dem Brief hatten sie einen Rechtsruck der CSU scharf kritisiert. Vom Orts- oder Kreisverband oder aus der Parteizentrale habe es keine Rückmeldung gegeben, sagt Dörrenberg. „Ich finde das enttäuschend und vielsagend darüber, wie man anderslautende Meinungen einschätzt. Diskurs scheint nicht gewünscht.“

Sie hatten besonders eine Aussage Seehofers kritisiert: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ Damit habe er vier Millionen Muslime pauschal „entheimatet“. Ein CSU-Ortsvorsitzender und kirchliche Vertreter hätten ihr gesagt, sie hätten ihnen aus der Seele geschrieben, sagt Dörrenberg. „Das C in der Partei ist ja nicht als schmückendes Beiwerk da.“ Manche hätten aber geschrieben, sie solle „aufhören zu jammern“.

Die Kreisvorsitzende Stefanie von Winning äußerte sich bei der CSU-Ortsversammlung in Pöcking. „Es gibt auch Mitglieder, die mit Austritt drohen, wenn man nicht härter durchgreift“, sagte sie zur Flüchtlingspolitik. Und zu den Tutzinger CSU-Granden: „Mal sehen, ob aus dem Theaterdonner auch wirklicher Donner wird.“ Dörrenberg steht zu der Rücktrittsdrohung in dem Brief. „Das Problem ist, dass es keine vergleichbare politische Heimat gibt“, sagt sie. Sie wisse, dass es auch andere Lager in der Partei gebe. „Dann trennt man die Spreu vom Weizen – die sollen zur AfD gehen.“ Dörrenberg hofft weiter auf eine Antwort auf den Brief. 

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