Das Freizeitzentrum Tutzing Süd: Die Tennisplätze liegen im Mittelpunkt des Luftbildes, unterhalb des Volksfestplatzes ist der Minigolfplatz mit Kiosk zu sehen, gegenüber liegt Wohnbebauung. Oberhalb der Tennisplätze liegen das Südbad und der Ruderclub, rechts der alte Fußballplatz und die Stockschützen- und die Skateranlage. Noch nicht auf dem Bild ist eine zweite Halle des Ruderclubs, die mittlerweile am östlichen Rand des alten Fußballplatzes steht.
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Das Freizeitzentrum Tutzing Süd: Die Tennisplätze liegen im Mittelpunkt des Luftbildes, unterhalb des Volksfestplatzes ist der Minigolfplatz mit Kiosk zu sehen, gegenüber liegt Wohnbebauung. Oberhalb der Tennisplätze liegen das Südbad und der Ruderclub, rechts der alte Fußballplatz und die Stockschützen- und die Skateranlage. Noch nicht auf dem Bild ist eine zweite Halle des Ruderclubs, die mittlerweile am östlichen Rand des alten Fußballplatzes steht.

Freizeitzentrum Tutzing Süd

Minigolf: Bedenken wegen Kosten und Lärm

Minigolf wird es in Tutzing voraussichtlich diesen Sommer nicht geben. Die Gemeinde hat die Suche nach einem neuen Betreiber für ihre Anlage per Ausschreibung vorerst zurückgestellt. Grund ist Klärungsbedarf für künftige Angebote.

Tutzing – Eigentlich schien schon alles klar. Im November vorigen Jahres beauftragte der Hauptausschuss des Tutzinger Gemeinderats die Rathausverwaltung mit einer Ausschreibung zur Verpachtung der Minigolf-Anlage an der Seestraße. Seitdem der frühere Pächter im vergangenen Jahr aufgehört hat, steht sie leer. Im Rathaus haben sich schon mehrere Interessenten gemeldet. Doch von der Ausschreibung hat die Gemeinde nun wieder Abstand genommen. Rathaus-Geschäftsleiter Marcus Grätz wies im Hauptausschuss am Dienstagabend zum einen auf Reparaturbedarf hin. Bei einer Ortsbesichtigung habe man festgestellt, dass für Arbeiten wie Zaunbau und kleinere Sanierungen Kosten in Höhe von etwa 50 000 Euro auf die Gemeinde zukommen würden. Finanzielle Mittel hierfür habe die Gemeinde aufgrund ihrer Finanzlage nicht in ihren Haushalt eingestellt.

Zum anderen sieht die Gemeindeverwaltung laut Grätz Probleme wegen eines Kiosks am Minigolfplatz. Ursprünglich sei dieser Kiosk nur für die Ausgabe von Spielmaterial und Getränken vorgesehen gewesen. Doch mit der Zeit habe sich seine Nutzung deutlich ausgedehnt, bis zu einem kleinen Biergarten. Auch bei Passanten und Radfahrern war dieser Platz an der Lindenallee beliebt. Damit verbundene Lärmbelästigungen könnten zu Schwierigkeiten und zu Klagen aus der Nachbarschaft an der Seestraße führen, gab Grätz zu bedenken. Man müsse deshalb zunächst mit dem Landratsamt klären, welche Möglichkeiten es auf dem Grundstück gebe. Dabei soll auch besonders die Zahl der Sitzplätze eine Rolle spielen.

Der Bereich an der Tutzinger Seestraße hat sich längst zu einem beliebten Freizeitgelände entwickelt. Dort befinden sich nebeneinander Yachtclub, Südbad, Tennisanlage, Ruderclub, Stockschützen- und Skateranlage, der alte Fußballplatz, die Minigolf-Anlage und der alte Volksfestplatz, der zurzeit als Lagerstätte für den Aushub der Hauptstraßen-Sanierung dient. Mehrere Gemeinderäte wiesen auf die Bedeutung als Freizeitareal hin. Die Minigolf-Anlage habe über viele Jahre Bestand gehabt, sagte Christine Nimbach (Grüne): „Das sollte so bleiben.“ Den Bestandsschutz müsse man gegebenenfalls rechtlich klären lassen. „Wir wollen alle ansprechende Angebote für Familien, für Jung und Alt“, betonte sie. Dort stelle sich die Frage, ob die Gemeinde Freizeitvergnügen und Tourismus fördern wolle.

Das stehe überhaupt nicht in Frage, erwiderte Bürgermeisterin Marlene Greinwald. Eine gute Minigolf-Anlage sei zweifellos eine wunderbare Attraktion: „Das sehen wir alle genauso.“ Zu klären seien vielmehr die Genehmigung des Kiosks und die mit ihm verbundene Lautstärke. Das sei zwar sehr bedauerlich, doch nun müsse man alles neu aufbauen. Zunächst will die Gemeinde die noch offenen Punkte klären. Was genau aus der Anlage werden könnte, ist noch offen.

Ein Ehepaar aus Wielenbach, das unter den Pachtinteressenten war, hatte eine „Spielgolf“-Anlage vorgeschlagen. Solche Einrichtungen werden als Miniversion des klassischen Golfs mit zusätzlichen Attraktionen betrieben. Der frühere Pächter hatte auf der Anlage schon ein größeres Baumhaus errichtet, das etwa für Kindergeburtstage genutzt wurde und nach wie vor besteht.

Lorenz Goslich

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