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Sie sind dabei: Bei der Jahresversammlung bekundeten die Mitglieder des Weltladen-Vereins mit ihrer Vorsitzenden Heike Dewitz (hi.l.) ihre Bereitschaft, Tutzing zur Fairtrade-Kommune zu machen. 

Weltladen Tutzing

Neuer Anlauf zu Fairtrade-Gemeinde

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Tutzing will Fairtrade-Gemeinde werden, und zwar schon sehr lange. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf: Beim Fairen Frühstück am Samstag, 11. November, im Roncallihaus will sich eine Steuerungsgruppe gründen. 

Tutzing – Herrsching ist es, Gauting auch, Feldafing ist auf einem guten Weg, der Landkreis will es auch und ein Teil der Tutzinger es schon lange: Fairtrade-Gemeinde werden. Ein wichtiger Schritt könntes am morgigen Samstag mit der Gründung einer Steuerungsgruppe erfolgen.

Mindestens 227 Tutzingern ist es ein Anliegen, dass ihre Heimatkommune zur Fairtrade-Gemeinde wird. So viele Namen standen auf der Unterschriftenliste, die Weltladen-Vereinschefin Heike Dewitz und ihre Stellvertreterin Annegret Schorn bereits Ende 2013 an den damaligen Rathauschef Dr. Stefan Wanner übergaben. Seitdem haben die Weltladen-Engagierten immer wieder das Thema ins Gespräch gebracht, aber konkret passiert ist wenig. Beim Fairen Frühstück am morgigen Samstag, 11. November, wollen die Weltladen-Ehrenamtlichen eine Steuerungsgruppe ins Leben rufen. Das wäre ein konkreter Schritt auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde.

Eine Voraussetzung für den Titel sind mehrere Verkaufstellen von Fairtrade-Produkten im Gemeindegebiet. Das ist in Tutzing einigen Supermärkten der Fall, insbesondere aber im Weltladen. Der ist ein Erfolgsmodell. Vor allem, seit er Anfang 2016 in die frühere Bankfiliale an der Hauptstraße 47 gezogen ist. „Wir haben guten Publikumsverkehr“, sagt Heike Dewitz. „Die Kundschaft kommt herein zu uns, dank der großen Schaufenster und unserer Werbung.“ Der Umsatz sei gut: „Wir sind zufrieden.“ Zahlen wolle sie nicht nennen, unterstrich Dewitz.

Um den Titel Fairtrade-Gemeinde ging es auch bei der Jahresversammlung des Weltladen-Vereins am Dienstagabend. Und um das Faire Frühstück, das der Verein ausrichtet und bei dem sich die Steuerungsgruppe gründet. Die Gruppe koordiniert und vernetzt die Aktivitäten in einer Kommune.

Mit dabei sein wird der Grünen-Kandidat fürs Bürgermeisteramt, Gemeinderat Bernd Pfitzner. Das kündigte er in einer Pressemitteilung an. Der Steuerungsgruppe sollten Personen aus der Verwaltung und der Gemeindepolitik angehören, Vertreter des Handels – was durch den Weltladen abgedeckt wäre – und Vertreter der Zivilgesellschaft. „Es ist wünschenswert, dass auch andere Akteure aus weiteren Bereichen vertreten sind, etwa aus Schulen, Vereinen oder kirchlichen Einrichtungen“, sagt Pfitzner. Erfahrungsgemäß fänden die Treffen drei- bis viermal im Jahr statt.

Wer morgen zum Fairen Frühstück kommt, kann die Spezialitäten des Weltladens probieren. Von 9 bis 12 Uhr sind die Weltladen-Mitglieder im Roncallihaus und bieten Kaffee, Brot mit verschiedenen Aufstrichen und weitere Waren aus ihrem Laden an. „Die Teilnahme ist gratis, wir hoffen auf Spenden“, sagt Heike Dewitz. Der Verein hat rund 50 Mitglieder.

Was Tutzing auch noch fehlt auf dem Weg zur Fairtrade-Kommune, ist der erklärte politische Wille. Ein Gemeinderatsbeschluss dazu steht noch aus. Trotz der Unterschriftenliste von Ende 2013 ist bisher nichts passiert. Wie Rathaus-Geschäftsleiter Marcus Graetz auf Anfrage sagte, sei dies aber in Vorbereitung. „In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen werden wir darüber reden.“

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