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Ein neuer Baum für die Brahmspromenade: Bürgermeisterin Marlene Greinwald (l.) und Rathaus-Mitarbeiterin Imme-Susanne Thüring mit der neuen Weide und dem abgerissenen Ast einer der ebenfalls relativ jungen Kastanien in der Nachbarschaft. Ein Unbekannter hatte den Ast mutwillig entfernt.

Gemeinde trotzt Vandalismus

Tutzing setzt weiter auf Bäume am Seeufer

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Tutzing ist grün und soll es bleiben. Deshalb pflanzt die Gemeinde weiter Bäume am Seeufer – auch wenn das offenbar manchen Zeitgenossen nicht passt.

Tutzing – Gerade hat wieder jemand an einer der fünf jungen Kastanien, die seit vergangenem Oktober an der Brahmspromenade nachgepflanzt wurden, einen Ast abgerissen. „Der Ast wurde relativ weit oben abgerissen, an den konnte man sich nicht einfach hinhängen“, sagte Bürgermeisterin Marlene Greinwald gestern bei der Präsentation einer Weide, die unweit der jungen Kastanien eingepflanzt wurde. Die Weide im Wert von rund 500 Euro ist ein Ersatz für die beiden großen Weiden, die vor zwei Jahren bei einem Sturm beschädigt wurden. „Eine fiel ins Wasser, die andere wurde gespalten“, sagte Rathaus-Mitarbeiterin Imme-Susanne Thüring. „Es ist wichtig, immer wieder Bäume nachzupflanzen“, unterstrich die Bürgermeisterin. Den Verlust der Weiden hätten viele Tutzinger bedauert. Auch deshalb habe man sich zu der Neupflanzung entschlossen. „Und wir wollen die Parkgestaltung beibehalten.“

Greinwald nutzte die Gelegenheit, um an ihre Mitbürger zu appellieren, aufmerksam zu sein, damit die Bäume möglichst lange möglichst gesund leben. Wie berichtet, wurden die jungen Kastanien an den Leittrieben beschädigt, was ihre Lebensdauer verkürzt. Eine Anzeige bei der Polizei verlief laut Thüring im Sande, es gab keinerlei Hinweise auf die Täter. „Ob das reiner Vandalismus war oder wegen der Aussicht – darüber kann man nur spekulieren“, sagte Greinwald. 

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