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Stoßen auf Kritik: die neuen Parkscheinautomaten (hier von Walter Massow genutzt) am Tutzinger Bahnhof.

Am Bahnhof

Tutzing unter Parkdruck: Beschwerden über Gebühren und unbeleuchtete Automaten

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    Alicia Greil
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Unbeleuchtete Parkautomaten, Fehler in der Bahn-App: Das Bezahlmodell am Tutzinger Bahnhof hat Startschwierigkeiten. Die zuständige Firma verspricht Besserung, die Gemeinde reagiert auf die zugeparkten Nebenstraßen.

Tutzing – Die Stunde kostet 50 Cent, ein Tag 1,50 Euro, eine Woche 7,50 Euro und ein Monat 22 Euro: Seit Anfang Oktober gelten die Parkgebühren für insgesamt 312 Stellflächen am Tutzinger Bahnhof. Kostenlos kann man sein Auto nur noch direkt am Bahnhofsgebäude abstellen. Gut ausgelastet sind die Parkplätze an Bahnhofstraße und Beringerweg nach wie vor, Startschwierigkeiten hat das Bezahlmodell trotzdem: Auf Nachfrage des Starnberger Merkur räumt die zuständige Firma Contipark vereinzelte Beschwerden ein.

Die Kunden bemängeln hauptsächlich, dass die fünf Parkscheinautomaten nicht oder kaum beleuchtet sind. Außerdem sei der Parkplatz nicht in der DB-Bahn-Park-App zu finden, mit der Parker Plätze suchen und mit ihrem Smartphone bezahlen können. Die Contipark schreibt: „Der Fehler ist uns bekannt und wird gegenwärtig behoben.“ Und zu den Automaten: „Die Verbesserung der Beleuchtungssituation ist in Arbeit.“ Es werde nachgerüstet.

Ein Leser, der namentlich nicht genannt werden will, hatte außerdem kritisiert, dass die Automaten kein Wechselgeld ausspucken würden. Damit konfrontiert heißt es von Contipark nur, dass auch Kartenzahlung möglich sei.

Tutzing führt neues Halteverbot ein

Der befürchtete Effekt der Gebühren ist eingetreten, wie Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald bestätigt: Die Nebenstraßen seien zugeparkt – auch wenn das an sich nichts Neues wäre. Trotzdem gebe es verstärkte Kontrollen rund um den Bahnhof. Und eine klare Reaktion: Der Umweltausschuss habe ein Halteverbot an der Bräuhausstraße beschlossen. Weitere Maßnahmen seien bislang aber nicht geplant. „In Aktionismus ausarten muss das auch nicht“, sagt Greinwald. „Erfahrungsgemäß beruhigt sich die Situation nach einer Zeit auch wieder. Wir warten jetzt erst einmal ab.“

Beschwerden über die neuen Gebühren gingen laut der Bürgermeisterin auch im Rathaus ein. „Es ist wohl nicht bei allen angekommen, dass die Gemeinde dafür nicht verantwortlich ist.“ Interessanterweise seien die meisten Beschwerden aus dem Landkreis Weilheim gekommen. Viele Pendler nutzen die Parkplätze, um die S-Bahn nach München zu nehmen. Mittlerweile habe sich die Lage aber wieder beruhigt.

Allgemein sieht die Bürgermeisterin ein großes Problem in der Parkplatz-Situation: „Es lastet ein enormer Druck auf Tutzing, das ist nun noch schlimmer geworden.“ Der seit September verkehrende Minibus  sei nur für einen Teil der Bürger eine Alternative. „Er wird aber sehr gut nachgefragt.“

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