Begrüßung für Anne Roß (Mitte): Pfarrerin Beate Frankenberger, Schwester Ruth Schönenberger, Bernrieds Bürgermeister Georg Malterer, Akademiedirektor Udo Hahn, Tutzings Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg, Schwester Erika Glötzl, Vertrauensfrau Gudrun Willbold und Dekan Jörg Hammerbacher.
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Begrüßung für Anne Roß (Mitte): Pfarrerin Beate Frankenberger, Schwester Ruth Schönenberger, Bernrieds Bürgermeister Georg Malterer, Akademiedirektor Udo Hahn, Tutzings Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg, Schwester Erika Glötzl, Vertrauensfrau Gudrun Willbold und Dekan Jörg Hammerbacher.

Tutzing begrüßt seine neue Pfarrerin Anne Roß

Verstärkung fürs Kirchenteam

  • VonSandra Sedlmaier
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Bei Kaiserwetter und mit Vertretern aus den Gemeinden Tutzing und Bernried ist die neue Tutzinger Pfarrerin Anne Roß in ihr Amt eingeführt worden. Nach dem Gottesdienst, den Dekan Jörg Hammerbacher leitete, begrüßten auch Vertreter der weltlichen Gemeinde und des Tutzinger und des Bernrieder Klosters die neue Pfarrerin.

Tutzing - Die neue Pfarrerin stammt aus dem Rheinland und wird eine halbe Pfarrstelle ausfüllen. Schon seit August wohnt sie mit ihrem Mann Philipp, der ebenfalls Pfarrer ist, und ihren drei Kindern (8, 5 und 2) in Tutzing. „Wir hatten noch zwei Monate Elternzeit, deshalb konnten wir zwei Monate Sommer genießen“, sagt Roß im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Was sie bisher erlebt und gesehen hat, gefällt ihr. „Superschön“, sagt sie. Das heißt etwas, denn die 34-Jährige hat schon an vielen Orten gelebt: in Leipzig, Bonn, Nordirland, Rom, Gambia und zuletzt mit ihrer Familie in Schottland, wo sie für die Church of Scotland tätig war. Sie spricht Englisch, Französisch und Italienisch.

Mit Freude macht sie sich an ihre neue Aufgabe in Tutzing. Die Stelle sei für die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit ausgeschrieben gewesen, berichtet die Pfarrerin. „Das passt zu meiner Lebensphase.“ Sie freue sich auf die Arbeit mit den Konfirmanden. Gleichzeitig will die Theologin versuchen, das Konzept Kirche zu verändern und als Pfarrerin dorthin gehen, wo die Menschen sind – und das sei nicht unbedingt ein Gotteshaus. „Es wird Zeit, dass wir aus der Kirche rausgehen.“ Das könne bedeuten, auf den Spielplatz zu gehen, wo sich Familien aufhalten, aber auch, auf dem Wochenmarkt präsent zu sein. Roß’ Ehemann hat neben seiner halben Pfarrstelle in Penzberg eine Viertelstelle bei der Landeskirche, die genau das zum Thema hat: „Er wird mit einem Kaffeemobil auf Marktplätzen und Spielplätzen unterwegs sein“, erzählt Anne Roß.

Auch die Tutzinger Pfarrerin hat eine weitere Viertelstelle bei der Evangelischen Landeskirche, und zwar in dem neu geschaffenen Bereich, der sich mit dem Umgang mit sexueller Gewalt beschäftigt. „Ich arbeite im Team Prävention“, erzählt sie. Im Homeoffice werde sie zusammen mit ihrem Team Schulungen für die Dekanate zur Vermeidung und zum Erkennen von sexueller Gewalt erarbeiten. „Wir wollen ein Schutzkonzept schaffen und in allen möglichen Bereichen für dieses Thema sensibilisieren.“ Roß wird für die Dekanate Bad Tölz, Rosenheim und Freising zuständig sein. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, das ist Roß klar, aber auch eine schöne: „Mir bietet diese Stelle die Möglichkeit, konstruktiv mitzuwirken und die Kirche in eine Richtung zu bewegen, die ich für gut halte.“

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