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Neu im Dienst: Hochzeitslader Werner Mayer.

Tutzinger Fischerhochzeit

Der Mann hinter dem Schauspiel

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Die Schauspieltruppe für die Tutzinger Fischerhochzeit ist bestens vorbereitet, die Generalprobe am Dienstagabend verlief gut. Sogar das gravierendste Problem ist gelöst: Die Rolle des Hochzeitsladers ist mit Werner Mayer aus Deixlfurt neu besetzt.

Tutzing – Der Hochzeitslader hat eine tragende Rolle, den meisten Text und muss reiten können. Das Wichtigste: Er muss Lust auf seine Rolle haben. All das hat Werner Mayer. Er ist kurzfristig eingesprungen, weil Christian von Jordan erkrankt ist. Regisseur Michael Fleddermann, der erst von Jordan wieder Bairisch beigebracht hat, hat nun aus dem Franken Mayer einen waschechten Oberbayern gemacht. Zumindest ziemlich: „Er macht das gut“, sagt Fleddermann. „Aber bevor er ins Fränkische verfällt, soll er Wörter lieber Hochdeutsch aussprechen.“ Seit Anfang der Woche ist Mayer bereits in der Gemeinde unterwegs, um zur Hochzeit zu laden.

Das Stück über die Hochzeit zwischen Veronika Bierbichler aus Ambach und Michael Gröber aus Tutzing, das am kommenden Wochenende zum zwölften Mal aufgeführt wird, ist in Mundart geschrieben. Die rund 20 Darsteller müssen alle im Dialekt reden – und in der Lage sein, ihre Gefühle zu zeigen. Das ist die Aufgabe von Regisseur Michael Fleddermann, denn am Text von Josefranz Drummer (1887-1959) darf er nichts ändern. „Wir arbeiten an der Sprache, an der Pointierung, an den Emotionen“, sagt er. An einer Stelle berichtet die Tante, wie sie Veronika aufgezogen hat, wie diese sich verliebt und später wegen des vermeintlichen Todes ihres Michaels getrauert hat. „Das ist einerseits sehr herzlich, andererseits sehr traurig“, sagt der Regisseur. „Birgit Habdank macht das sehr gut.“

Komplimente für die Schauspieler

Überhaupt ist Fleddermann mit seinen Schauspielern hoch zufrieden. „Das Ensemble ist wahnsinnig homogen“, sagt er. „Die Stimmung untereinander ist sehr gut, wir lachen viel bei den Proben. Das macht Spaß.“ Das sei die halbe Miete für die Aufführung. „Wenn Spielfreude da ist, ist das für den Regisseur viel leichter.“ Alle großen Textrollen seien mit ganzem Herzen dabei. „Wenn ich etwas sage, versuchen sie es sofort eins zu eins umzusetzen.“ Sie seien alle sehr motiviert und engagiert. „Da muss ich meinen Darstellern ein großes Kompliment machen.“

Ein paar Neuerungen bei der Aufführung im Vergleich zur letzten Fischerhochzeit gibt es. Zum einen ist der Guggerhof wieder nutzbar. Eigentümer Fritz Häring, der selbst den Wirt spielt, stellt ihn für das Historienspiel zur Verfügung. Neu ist außerdem, dass die Hochzeitszeremonie im Schloss nicht auf dem Balkon stattfindet. Für Fleddermann wäre es ein Gräuel, wenn das Publikum die Darsteller nur von Ferne und nur mit halbem Körper sähe. „Jetzt ist der Liederkranz und das Orchester des Gymnasiums auf dem Balkon, 0und das Spiel findet auf einer Terrasse statt.“

Das Brautpaar muss viel essen

Auch das Hochzeitsessen – letztes Mal noch in der Turnhalle – findet heuer unter Einbeziehung der Öffentlichkeit im Festzelt statt. Im inneren Kreis sitzen die rund 200 Hochzeitsgäste, im äußeren Kreis die Menschen, die Platzkarten für das Zelt ergattern konnten. Der Festwirt ist dann gefordert, in kurzer Zeit viel Essen heranzuschaffen. „Das Brautpaar muss viel essen, Suppe, Braten, Kaffee und Kuchen“, sagt Fleddermann.

Neu sind auch Headsets, somit muss niemand ein Mikrofon in der Hand halten. Und alle bekommen trotzdem alles mit.

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