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Park-Chaos

Tutzinger fordern S-Bahn bis Weilheim

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Im Zuge der anstehenden Tarifreform im MVV-Zuständigkeitsbereich wird auch viel über die Zustände rund um die Bahnhöfe an den S-Bahn-Linien diskutiert. Nun melden sich die Tutzinger zu Wort.

Tutzing – Elisabeth Dörrenberg, zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Tutzing, verfolgt die Debatte mit großem Interesse. Und hat auch selbst etwas beizutragen. Zunächst einmal sei es dringend nötig, direkt am Bahnhof Toiletten vorzuhalten, sagte sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Gerade bei einer Gemeinde wie Tutzing, bei der der Tourismus eine große Rolle spielt, sei das unbedingt nötig.

Ein weiteres Problem sei aber genau so wichtig, ergänzt die dritte Bürgermeisterin Marlene Greinwald: Weil die Bahn-Fahrt von der nächsten Haltestelle in Bernried aus deutlich teurer sei als ab Tutzing, würden natürlich alle Berufspendler mit dem Auto nach Tutzing kommen, dort parken und dann die preiswertere S-Bahn nehmen. Das Ergebnis: Ab 7 Uhr morgens ist rund um den Bahnhof kein freier Parkplatz mehr zu finden.

Parkplatzsuche am Bahnhof: Aussichtslos

Das ist insbesondere für die Einheimischen ein Ärgernis: „Wenn ich mal von Tutzing aus den Zug nehmen will, fahre ich mit dem Taxi zum Bahnhof. Der nächste freie Parkplatz wäre ansonsten fast um die Ecke meines Hauses“, berichtet Elisabeth Dörrenberg. Die beiden Bürgermeisterinnen sind sich auch schon einig darüber, was passieren müsste, um die Pendlerbelastung in Tutzing einzudämmen: „Die S-Bahn-Strecke müsste bis mindestens nach Weilheim verlängert werden“, so Greinwald. Das würde dazu beitragen, dass Berufspendler aus dem Nachbarlandkreis, die bisher alle mit dem Auto nach Tutzing kommen, in Zukunft gleich an ihrem Heimatort in die S-Bahn steigen können.

Elisabeth Dörrenberg geht sogar noch weiter: „Wir reden viel über eine zweite Stammstrecke in München. Aber wir sollten auch darüber reden, ob man die S-Bahn nicht gleich bis raus nach Garmisch-Partenkirchen verlängern kann.“

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