Im Sommer hatte der erste Teil der Straßensanierung begonnen.
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Im Sommer hatte der erste Teil der Straßensanierung begonnen.

Straßensanierung, zweiter Teil:

Tutzinger Hauptstraße: Es geht weiter

In einer Woche sollen die Arbeiten an der Tutzinger Hauptstraße nach der Winterpause wieder beginnen. Das hat Silke Schweigler, Abteilungsleiterin beim Staatlichen Bauamt Weilheim für den Landkreis Starnberg, auf Anfrage des Starnberger Merkur angekündigt: „Ab 15. Februar geht es weiter“ – sofern es bis dahin keinen neuerlichen Wintereinbruch gibt.

Tutzing - Bis zur Jahresmitte geht es um die Fertigstellung des Südabschnitts. Es soll wie bisher eine innerörtliche Einbahnregelung geben, aber nicht mehr großräumige Umleitungen, denn der neue Kreisverkehr an der Einmündung der Lindemannstraße in die Hauptstraße ist weitgehend fertig.

Zum Stand der Arbeiten sagt Schweigler: „Wir sind sehr zufrieden.“ Trotz Corona sei alles gut gelaufen. Der Beginn des nächsten Bauabschnitts im Norden der Hauptstraße soll noch heuer an die Reihe kommen. Wie berichtet wird der Nordteil vorgezogen, nachdem eigentlich als zweiter Abschnitt das Ortszentrum vorgesehen war. Parallel zu den Straßenbaumaßnahmen sucht der Arbeitskreis Mobilität des Gemeinderats nach neuen Lösungen. Im Vordergrund stehen soll dabei zunächst ein neues Parkleitsystem für die Gemeinde (wir berichteten).

Etliche Vorschläge hat auch die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) für die weiteren Straßenbaumaßnahmen gemacht. Eine Neugestaltung werde die Hauptstraße aufwerten, so dass alle Verkehrsteilnehmer „fairen Anteil am Verkehrsraum“ erhielten. Der Club befasst sich auch bereits mit den verschobenen Baumaßnahmen im Ortszentrum. Der Übergang vom Nordabschnitt zu Tutzings Mitte sollte „bewusst gestalterisch sichtbar gemacht werden“. An der „unvollendeten“ Ampel bei der Oskar-Schüler-Straße sei eine „Vollsignalisierung“ notwendig. Beim Nordabschnitt der Hauptstraße spricht sich der ADFC für eine interkommunale Zusammenarbeit aus: Eine Koordination der Maßnahmen auf Tutzinger Gebiet unmittelbar mit der Nachbargemeinde Feldafing könne Radler und Fußgänger schützen. Weiter plädiert der Club für eine bessere Straßenbeleuchtung und breitere Gehwege, so von der Querungshilfe beim Lidl bis zur Bushaltestelle bei der Akademie für Politische Bildung.

Der ADFC begrüßt, dass die Querungshilfe beim Lidl bestehen bleiben soll. Er setzt sich aber darüber hinaus für weitere Querungshilfen ein, so bei den Einmündungen der Klenzestraße, des Sprungleitenwegs und der Von-Kühlmann-Straße sowie beim Ringseisweg. Der ADFC bittet darum, an den vielen Einmündungen die Sichtverhältnisse zu prüfen. Die Anregungen reichen bis zur Form der Gullys – sie sollten künftig rechteckig sein, denn die quadratische Form führe dazu, dass Radler ausweichen würden, womit der Abstand zu den motorisierten Fahrzeugen kleiner und die Schutzfunktion der Schutzstreifen eingeschränkt werde. Das Weilheimer Bauamt konzentriert sich auf die Straßensanierung. Über all die anderen Themen, sagt Silke Schweigler, müsse die Gemeinde diskutieren. Lorenz Goslich

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