Wichtige Übergabe: Monatelang haben junge Tutzinger an einer Satzung für den Jugendbeirat gearbeitet. Jetzt übergaben sie den Entwurf an Bürgermeisterin Marlene Greinwald (Mitte).
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Wichtige Übergabe: Monatelang haben junge Tutzinger an einer Satzung für den Jugendbeirat gearbeitet. Jetzt übergaben sie den Entwurf an Bürgermeisterin Marlene Greinwald (Mitte).

Satzung

Tutzinger Jugendbeirat ist startklar

Monatelang haben junge Menschen in Tutzing Ideen gesammelt, getüftelt und formuliert. Jetzt ist die Vorbereitungsarbeit für die Installation eines Jugendbeirats abgeschlossen. Ende Oktober ist die Wahl geplant.

Tutzing - Bürgermeisterin Marlene Greinwald ist sichtlich angetan: „Es ist super, wie sich die Jugend engagiert“, sagt die Rathauschefin über einen geplanten Tutzinger Jugendbeirat. Etwa ein halbes Jahr lang hat ein Vorbereitungsteam junger Menschen intensiv an Einzelheiten gefeilt, eine Jugendversammlung abgehalten, einen Satzungsentwurf erarbeitet und ihn der Bürgermeisterin übergeben. Ende Oktober ist nun die Wahl des Beirats vorgesehen. Über die Satzung muss der Gemeinderat noch entscheiden.

Im Entwurf macht das Vorbereitungsteam Vorschläge zu Organisation, Aufgaben, Rechten und Wahl des Beirats. Die Erwartungen sind hoch: Endlich werde es voraussichtlich ein Beteiligungsgremium für die Jugend geben, in dem sie über die Tutzinger Kommunalpolitik mitentscheiden und sie mitgestalten könne, sagen Teammitglieder. Die Jugend verdiene ein Mitspracherecht, „gerade weil sie nachhaltig von den heutigen Entscheidungen betroffen ist“. „Ein Jugendbeirat kann anregen, aber nicht entscheiden“, sagt Greinwald, verspricht aber: „Die notwendigen Informationen wird der Beirat vom Rathaus erhalten.“

Mehrere Gemeinderäte setzen sich erkennbar für die Interessen der jungen Leute ein. Die Teammitglieder bedanken sich ausdrücklich für Unterstützung durch die Bürgermeisterin, den Jugendbeauftragten Claus Piesch, den Vereinsreferenten Ludwig Horn und andere. Auf allen möglichen Wegen hat das Team über Monate Ideen gesammelt. Bessere Busverbindungen, billigere Fahrkarten und mehr Radwege gehören ebenso dazu wie ein Sprungturm in den See, ein Wasserpark, eine Renovierung des Skateparks, eine Neubelebung des Trimm-dich-Pfads und Räume für Vereine.

Nicht alles kann schnell passieren, das ist allen klar. Wichtig sei, dass mehr junge Menschen Kenntnis von der Gemeindearbeit bekämen, sagt Greinwald. Dazu gehöre auch die Bereitschaft der Jugend, sich einzubringen  

Lorenz Goslich

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