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Neue Häuser am Kallerbach: Dort baut der Verband Wohnen auf drei Ebenen. 

Verband Wohnen stellt Projekte vor

Tutzinger Untergrund macht Probleme

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Einen Überblick über die zehn aktuell laufenden Projekte im Landkreis Starnberg gab der Verband Wohnen am Montag. Ein Vorhaben am Kallerbach in Tutzing bereitet Schwierigkeiten.

Landkreis – Mehr als 300 Wohnungen innerhalb von fünf Jahren: Das schultert der Verband Wohnen im Landkreis Starnberg. Zehn Projekte betreut der Verband derzeit, einige laufen rund, andere sind anspruchsvoller, wie der Technische Leiter Wolfgang Robl in der Sitzung des Verbandsausschusses am Montag berichtete.

Das Wohnprojekt Am Kallerbach II in Tutzing macht dem Verband durchaus Probleme. 70 Wohneinheiten sollen dort entstehen, aber die geologischen Verhältnisse sind schwierig. „Wir mussten erhebliche Bodenaustauschmaßnahmen durchführen“, sagte Robl. Das Vorhaben ist am Hang angeordnet, dort herrschen unterschiedliche Bodenqualitäten vor. „Das führt zu Verdruss“, sagte Robl. Mehrere Baufirmen hätten Behinderungen angemeldet. Das wird sich auf die Kosten auswirken. „Wir haben versucht, die Risiken einzupreisen. Dennoch ist eine leichte Kostensteigerung zu vermelden.“ Derzeit geht der Verband von Gesamtkosten von 23 Millionen Euro aus. Probleme habe es auch mit den Bauarbeitern gegeben. „Zwischendurch war gar kein Personal auf der Baustelle“, so der Technische Leiter. Dennoch gehe er davon aus, dass die Fertigstellung für das dritte Quartal 2021 zu schaffen sei.

Auch das Neubauprojekt in der Sudetendeutschen Siedlung ist schwierig

Als nicht einfach stellt sich auch das Neubauprojekt in der Sudetendeutschen Siedlung in Tutzing heraus. „Ein sehr großes Projekt mit einigen zu erwartenden Schwierigkeiten“, sagte Robl. 70 Wohneinheiten sollen an Stelle der bestehenden rund 50 Wohnungen aus den 1950er Jahren entstehen. Auch dort dürfte der Baugrund wegen der alten Eisweiher einer Brauerei nicht so gut sein.

Das Betreute Wohnen an der Margaretenstraße in Krailling ist bis auf eine Wohnung bezogen. Die Kosten von rund 6,7 Millionen Euro seien um 300 000 Euro überschritten, so Robl. „Das sehe ich ganz entspannt.“

Bezogen, aber noch nicht ganz fertig ist auch die Anlage am Jahnweg in Oberalting. Auch dort habe es Probleme mit den Firmen gegeben. Zuletzt habe der Architekt selbst Hand an den Besen gelegt, sagte Robl. Kosten: rund 3 Millionen Euro.

Anfang Dezember soll das Gebäude am Weßlinger Narzissenweg fertig sein

Zum 1. Dezember soll das ähnlich strukturierte Gebäude am Narzissenweg in Weßling fertig sein – für 3,5 Millionen. Die Tiefgarage koste rund 500 000 Euro, erinnerte Robl. „Für das Geld kann ich drei Wohnungen bauen.“

Für die 24 Wohnungen, die an der Gartenstraße in Inning entstehen, ist bereits die Baugrube ausgehoben. Kosten: 7 Millionen Euro. Die Arbeiten für die Kuckuckstraße in Wörthsee sollten gestern starten. Dort entstehen 30 Wohnungen für 8,9 Millionen Euro.

Die Bebauung des Alten Rathauses in Gilching kann jetzt geplant werden. Wie Robl sagte, ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Baubeginn ist für 2020 geplant. Es geht um 18 Wohnungen für 6,5 Millionen Euro. Das Besondere am Gilchinger Projekt ist die Holzbauweise, die die Gemeinde verlangt hat. Laut Robl erfordert Holz einen großen Planungsaufwand, der wiederum langen Vorlauf verlange. „Es gibt 17 verschiedene Wanddicken – je nachdem, was in der Wand unterkommen muss. Die Nachhaltigkeit ist an dieser Stelle nicht unbedingt gegeben“, stellte er fest.

Für die 30 Wohnungen, die an der Osterfelderstraße in Aufkirchen entstehen sollen, läuft gerade die Entwurfsplanung. In Weßling sind an Stelle der alten Gebäude an der Gartenstraße Neubauten geplant. Auch für sie gibt es aktuell eine erste Planung. Baubeginn ist für Februar 2021 vorgesehen.  

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