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Tutzings Bürgermeister Rudolf Krug starb in der Nacht zum Donnerstag.

Nachruf

Tutzings Bürgermeister Rudolf Krug ist gestorben

Tutzing trauert um seinen Bürgermeister: Rudolf Krug ist in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 60 Jahren gestorben. 

Tutzing - Der gebürtige Aichacher lebte seit über 30 Jahren in Tutzing, 15 davon in Traubing. Der studierte Diplom-Informatiker (FH München) hatte seit den achtziger Jahren im IT-Bereich gearbeitet und 1995 seine eigene Firma Soft Design gegründet, deren Gesellschafter und Geschäftsführer er auch war. 

Seit 2008 saß Krug für die ÖDP im Tutzinger Gemeinderat. Zu den Kommunalwahlen 2014 stellten ihn seine Partei und die Freien Wähler gemeinsam als Bürgermeister-Kandidaten auf – er gewann in der Stichwahl gegen die CSU-Bewerberin Stefanie von Winning und löste seinen Vorgänger Stephan Wanner an der Rathaus-Spitze ab.

Krugs erklärtes und in den ersten Jahren seiner Amtszeit auch umgesetztes Ziel war es, im zuvor polarisierten Gemeinderat ein konstruktives Miteinander über die Fraktionen hinweg zu schaffen. Für Tutzing enorm wichtige, teils lange aufgeschobene Vorhaben wie etwa die Modernisierung der Mittelschule oder die ab 2018 anstehende Sanierung der Hauptstraße ging er unter Einbezug der Bürgerschaft mit ruhiger Hand und finanziellem Augenmaß an: „Tutzing aus den negativen Schlagzeilen heraus halten“ lautete einer seiner Wahlslogans 2014, der sich auf seine Erfahrungen in der Legislaturperiode 2008-2014 bezog.

Nach seiner schweren Erkrankung hatten die beiden stellvertretenden Bürgermeisterinnen, Elisabeth Dörrenberg (CSU) und Marlene Greinwald (Freie Wähler), mehr und mehr die Amtsgeschäfte übernehmen müssen – sie trugen Rudolf Krugs auf Konsens beruhende Linie ebenso mit wie der übrige Gemeinderat.

 Bis zuletzt hatte man in Tutzing gehofft, den allgemein beliebten Rathaus-Chef nach langer Reha ab September wieder an seinem Arbeitsplatz begrüßen zu können. Am heutigen Freitag wird das Rathaus geschlossen sein, teilte der Geschäftsleitende Beamte Marcus Grätz mit.

Von Thomas Lochte

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