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Zur Zeit nicht gerade beliebt: König Maha Vajiralongkorn von Thailand.

„Ganz wie einst zu Zeiten von König Ludwig.“

Überall Kameras und Schusswaffen: Tutzinger sauer auf ihren Thai-König

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Die Kameraüberwachung des Villengrundstücks an der Brahmspromenade erzürnt zahlreiche Bewohner von Tutzing. Auch seine Leibgarde sorgt für viel Unmut - vor allem ein Detail.

Tutzing – Die schlecht in Vogelhäuschen versteckten Kameras, mit denen der thailändische König Maha Vajiralongkorn sein Grundstück in Tutzing überwachen lässt, erzürnen in der Gemeinde die Gemüter. „Dass die Brahmspromenade kein ausgewiesenes Badegelände ist, mag ja sein, ändert aber nichts daran, dass sie so genutzt und von der Gemeinde geduldet wird. Aber vielleicht will ja einer da gar nicht baden, sondern spazieren gehen oder auch nur auf der Bank sitzen und das traumhafte Panorama genießen“, schreibt Gerd Vahsen in seinem Leserbrief an den Starnberger Merkur.

Dass man dabei nicht gerne permanent von drei Kameras beobachtet werden wolle, sei doch wohl verständlich. „Wenn der König dort nicht wohnt und nie da ist, es sich auch um keine Botschaft handelt, wird wohl auch keine Rechtsgrundlage zur ständigen Überwachung des öffentlich Raumes gegeben sein“, vermutet Vahsen. Wenn aber doch, „dann müsste wohl zumindest mit einem Schild darauf hingewiesen werden“.

Er vermutet, dass eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bundesdatenschutzgesetz vorliegt. Und fordert von der Gemeindeverwaltung und Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg, dass sie sich mit den Anliegen der Bürger auseinandersetzen, die Rechtslage prüfen, sie sachlich korrekt erklären und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten. „Flapsige Bemerkungen wie – wer nackt ist, will sich zeigen – und sich darüber zu amüsieren ist schlechter Stil und völlig überflüssig. Sie zeigen aber deutlich, welchen Status Anliegen von Bürgern in Tutzing derzeit haben“, endet Vahsen in seinem Leserbrief.

Ähnlich argumentiert auch Wolfgang Marchner: „Ich habe durchaus Verständnis für ein angemessenes Sicherheitsbedürfnis des Königs von Thailand, wenn er sich denn bei uns in Tutzing aufhält“, schreibt er. Und setzt hinzu: „Was ich nicht mag ist, dass er sich mit einer Soldateska von Personen, die ihre Schusswaffen ganz offen tragen, umgibt.“ Welcher Nationalität diese Leibgardisten seien und welche deutsche Behörde ihnen das Tragen von Waffen in aller Öffentlichkeit gestattet hat, wisse niemand so genau. Auch nicht, in welcher Sprache man sich mit ihnen verständigen sollte. „Ich weiß nur, dass, wenn der König in Tutzing in einem Restaurant zu speisen wünscht, diese Herren eingesetzt werden und allen anderen Bürgern den Zutritt verwehren“, so Marchner, der meint: „Ganz wie einst zu Zeiten von König Ludwig.“

Video: Bodyguards: Was dürfen die alles?

Video: Glomex

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