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Auf der B2 kracht es immer wieder, wie hier bei einem schweren Verkehrsunfall südlich von Traubing.

Verkehrssicherheit

Unfallkommission prüft B 2

Die Bundesstraße 2 zwischen Traubing und der Landkreisgrenze wird noch heuer von der Unfallkommission begutachtet. Anlass sind mehrere schwere Unfälle.

Traubing– Die B 2 zwischen Traubing und der Landkreisgrenze ist zumindest gefühlt für viele eine gefährliche Strecke. In der Tat gibt es dort viele Unfälle, auch schwere – allerdings weniger, als man meint. Dennoch soll die Strecke zwischen Traubing und der Landkreisgrenze von der Unfallkommission, die Unfallursachen und mögliche Gegenmaßnahmen analysiert, begutachtet werden. Das kündigte das Landratsamt auf Anfrage an.

Eine Auswertung der Starnberger Polizei auf Bitten unserer Zeitung zeigt, dass es in den fünf Jahren zwischen 2013 und 2017 auf dem Abschnitt zwischen der Abzweigung nach Garatshausen und der Kreisgrenze zu Weilheim 26 Unfälle gab, bei denen ein Mensch ums Leben kam, 19 schwer und 24 leicht verletzt wurden. Für fünf Kilometer ist das eigentlich viel. Sieben Unfälle ereigneten sich auf schneebedeckter oder nasser Fahrbahn. In diesem Jahr gab es zwei Unfälle mit zwei Schwer- und zwei Leichtverletzten – jenen vorige Woche eingerechnet. Der tödliche Unfall ereignete sich vor fast genau einem Jahr, am 2. Juli 2017 – dem Wochenende der Tutzinger Fischerhochzeit. Ein Familienvater (42) aus München war bei einem Frontalzusammenstoß ums Leben gekommen. Ins Gedächtnis gebrannt haben sich andere tödliche Unfälle – etwa jener im August 2012, als ein 22-Jähriger in einen Lastzug krachte und die Fahrzeuge in Flammen aufgingen.

Auf den fünf Kilometern gibt es drei „Unfallzonen“: Der Bereich an der Landkreisgrenze, an der im Januar zwei Schwestern ums Leben gekommen waren, allerdings hinter der Kreisgrenze. Zwischen den Abzweigungen Monatshausen und kurz nach der Abzweigung nach Obertraubing kracht es ebenfalls öfter, und auf der langen Geraden bei Gut Deixlfurt (Golfplatz). Von einem regelrechten Unfallschwerpunkt wollen die Verkehrsexperten der Starnberger Polizei nicht sprechen – die Vorfälle verteilen sich jeweils auf eine Strecke von etwa einem Kilometer.

Auffällig ist eines: Bei mehr als jedem dritten Unfall ist ein Wagen in den Gegenverkehr geraten, ob beim Überholen oder aus anderen Gründen. Traubings Feuerwehrkommandant, der mit seinen Kameraden bei vielen Unfällen vor Ort ist, hatte schon nach dem Unfall vorige Woche festgestellt, dass „unverantwortlich überholt“ werde. Das gilt für die gesamte B 2 südlich von Starnberg.

An der Straße selbst liegt es nicht. Zumindest sieht es das Staatliche Bauamt Weilheim so. Abteilungsleiter Christian Probst: „Es ist kein Sicherheitsdefizit festzustellen.“ Vor einiger Zeit hatte die Behörde die Fahrbahn im Bereich Monatshausen aufrauen lassen, um die Griffigkeit zu erhöhen. Wenn die Unfallkommission die Vorfälle untersucht und Handlungsbedarf feststelle, werde man handeln.

Handeln in anderer Hinsicht ist dagegen schon sicher: Es wird in absehbarer Zeit mehr Leitplanken an der B 2 geben, in diesem und in anderen Abschnitten. Grund sind neue Vorgaben, wann eine Leitplanke nötig ist. Neuerdings besteht eine Schutzplanken-Pflicht bei Bäumen und ähnlichem, die bis zu 4,5 Meter von der Bundesstraße entfernt stehen. Bisher waren es weniger als vier Meter. Bei Neubauten seien es nach den Vorgaben für Straßen schon 7,5 Meter, sagt Probst. Man gleiche den Bestand nach und nach an – was zu mehr Leitplanken führt.

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