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Im „Foursite“ in Tutzing wurde vor wenigen Wochen bereits eine Tiefgarage eröffnet.

Hauptstraße Tutzing

Varianten für Tiefgarage werden geprüft

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Im Zuge des Ausbaus der Hauptstraße in Tutzing ist die Errichtung einer neuen Tiefgarage ein wichtiges Puzzleteil. Die Zeit drängt, doch noch sind viele Fragen offen.

Tutzing – Vieles wird gerade noch diskutiert, wenn es um den grundhaften Ausbau der Hauptstraße in Tutzing geht. Eines allerdings ist klar: Die Baumaschinen werden anrücken. Das hat das Staatliche Bauamt in Weilheim unmissverständlich klar gemacht, sagt Elisabeth Dörrenberg, die 2. Bürgermeisterin von Tutzing. „Die Weilheimer sind für alles zuständig, was bis zur Bordsteinkante geht“, sagt sie.

Die Gemeinde müsse sich nun darüber klar werden, was sie im Umfeld möchte. Auch hier ist bereits klar: „Es soll in Zukunft weniger Parkplätze direkt an der Straße geben als bisher“, so die 3. Bürgermeisterin Marlene Greinwald.

Mehr Grün, mehr Lebensqualität, weniger Blechlawine, lautet das hehre Ziel. Doch natürlich werden die Gewerbetreibenden im Ortszentrum nicht vergessen. Deswegen soll schnellstmöglich ein neues Parkhaus errichtet werden (wir berichteten). Einen Standort hat die Gemeinde bereits im Blick: „Derzeit favorisieren wir die Idee, das Parkhaus unter dem unteren Schulhof der Volksschule zu errichten“, so Marlene Greinwald weiter.

Größe und Kosten sind noch unklar

Derzeit werde eine Machbarkeitsstudie errichtet, denn ganz einfach ist das Vorhaben nicht. „Wir wissen derzeit weder, wie viele Parkplätze am Ende entstehen werden, noch, wie viel das die Gemeinde kosten wird“, sagt 2. Bürgermeisterin Dörrenberg.

Zu viele Fragen sind noch offen: So ist es in Tutzing immer ein Glücksspiel, wie der Baugrund ausschaut. Schlimmstenfalls drohen aufwändige Gründungsarbeiten, die richtig teuer werden. Eine entsprechende Untersuchung soll Aufschluss bringen. Zudem soll untersucht werden, wie viele Plätze am günstigsten wären. „Grob vereinfacht lässt sich sagen, dass es bei kleineren Parkhäusern deutlich geringere Auflagen bestehen als bei größeren“, so die 2. Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg. Das betreffe unter anderem die Zuwegung – größere Parkhäuser brauchen eine mehrspurige Zufahrt – als auch den Brandschutz. Dazu muss überlegt werden, wie man während des Baus der Tiefgarage die Belastungen für die Schüler und Lehrer der Volksschule so gering wie möglich halten kann.

„Der Standort ist eigentlich ideal“ - wenn die Schule nicht wäre

Der Standort selbst sei ideal, sagt Marlene Greinwald. Untersuchungen hätten erwiesen, dass Parkhäuser nur dann angenommen werden, wenn sie nicht mehr als drei Minuten Fußweg vom Ziel der Benutzer entfernt liegen. „Dass die Kunden durchaus bereit sind, auch mal ein paar Schritte zu laufen, zeigt seit einiger Zeit die Parkfläche auf dem Gelände der ehemaligen TSV-Halle“, so Greinwald weiter. Diese werde sehr gut angenommen.

Wenn alles ideal läuft, bekommt der Gemeinderat im Herbst die Machbarkeitsstudie zu sehen und kann sich entscheiden. Somit könnten im kommenden Frühjahr die Arbeiten an der Tiefgarage beginnen. Dann wäre der Bau genau zu dem Moment fertig, in dem sich die Hauptstraße in eine große Baustelle verwandelt. Für die Anwohner und Kunden der Geschäfte.

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