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Verblasst und deshalb renovierungsbedürftig: die Querungshilfen auf dem Supermarktparkplatz an der Lindemannstraße in Tutzing. 

Verbesserung der Verkehrssituation

Radunfall: ADFC fordert Sofortmaßnahmen

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Die Ausfahrt zu den Verbrauchermärkten an der Lindemannstraße in Tutzing ist für Radfahrer gefährlich. Das findet der ADFC und fordert Verbesserungsmaßnahmen, unter anderem eine rote Markierung des Radwegs.

Tutzing – Eigentlich ist in der Einfahrt zu den Verbrauchermärkten an der Lindemannstraße in Tutzing viel Platz. Dennoch hat ein Autofahrer dort kürzlich eine Radlerin übersehen, die auch noch ihr dreijähriges Kind im Kindersitz dabei hatte. Bei der Kollision wurde keiner ernsthaft verletzt. Doch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Tutzing ist alarmiert. Bis sich dort im Rahmen des Hauptstraßen-Umbaus etwas ändert, wird es dauern. Deshalb fordert der ADFC Verbesserungsmaßnahmen, die die Radfahrer und Fußgänger in diesem Bereich besser schützen.

„Erfreulicherweise wird dieser Teil der Lindemannstraße mit den anliegenden Straßen sowie Einfahrt und Ausfahrt des Parkplatzes in die Umgestaltung der Hauptstraße einbezogen“, schreiben Claus Piesch und Martin Held vom ADFC an Bürgermeisterin Marlene Greinwald. „Damit wird die Situation in Zukunft übersichtlicher, sicherer und in der Qualität insgesamt verbessert.“ Aber noch sei es nicht so weit. Das Problem an der Einmündung sei, dass die Gesamtsituation den Eindruck vermittle: „Das ist ein Platz für Autofahrer und Autostellplätze. Für Radfahrer ist das Ganze überhaupt sehr unübersichtlich.“ Querungshilfen für Fußgänger seien zwar vorhanden, aber die Farbe sei so verblasst, dass die Zebrastreifen zum Teil kaum mehr auszumachen seien. Der jüngste Unfall sei passiert, weil das Schild, das Autofahrer auf querenden Radverkehr aufmerksam mache, kaum erkennbar sei. „Es ist verdreht (eventuell wurde es angefahren) und wird durch die Tafel, die auf die Geschäfte aufmerksam macht, bis kurz vor Höhe der Ausfahrt verdeckt“, heißt es in dem Brief. „Da die ausfahrenden Autofahrenden gleichzeitig sehr viele Verbindungen in den Blick zu nehmen haben, ist die derzeitige Situation schwierig und gefahrenträchtig.“

Als erste Maßnahme verlangt der ADFC, dass das Schild für Autofahrer wieder ordentlich zu sehen ist. „Kurzfristig sollte das Schild ,Vorfahrt achten‘ richtig gedreht werden“, wünscht sich der ADFC. „Das darunter angebrachte Schild, das auf die kreuzenden Radfahrenden aufmerksam macht, sollte deutlich größer und reflektierend angebracht werden.“ Gleichzeitig soll ein roter Belag auf der Straße aufgebracht werden, der den Geh- und Radweg anzeigt sowie Autofahrer auch optisch auf die Möglichkeit querender Radler aufmerksam macht. „Am besten zusätzlich mit Piktogrammen“, sagt Piesch, der für die Freien Wähler im Gemeinderat sitzt. „Zusätzlich sollte damit verbunden eine Haltelinie aufgetragen werden.“ Die verblassten Zebrastreifen auf dem Parkplatz müssten besser zu sehen sein. Dafür müsste die Gemeinde an die Grundeigentümer herantreten, heißt es in dem Schreiben.

Piesch ist zuversichtlich, dass sich diese für Radfahrer verkehrlich schwierige Stelle verbessert. „Bürgermeisterin Marlene Greinwald hat schon mitgeteilt, dass sich an der Stelle etwas tun wird“, sagt er. Unklar sei nur noch, wann es so weit ist. Seine Hoffnung: dass mit dem Brief etwas vorangeht.

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