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Marlene Greinwald (l.) und Elisabeth Dörrenberg stemmen zurzeit die Aufgaben im Rathaus.

Bürgermeisterwahl

Hoffnung auf späteren Termin

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Die Uhr tickt: Geht es nach dem Gesetzgeber, dann müsste in Tutzing spätestens am 12. November ein neuer Bürgermeister für den verstorbenen Rudolf Krug gewählt werden. Doch Verwaltung und Gemeinderat-Fraktionen brauchen mehr Zeit, um die durchaus weitreichenden Fragen, wie es nun weitergeht, zu diskutieren (wir berichteten).

Tutzing – Am Mittwoch kamen Vertreter der Gemeinde mit der Rechtsaufsicht am Landratsamt zusammen, wie die amtierende Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg (CSU) gestern auf Anfrage des Starnberger Merkur berichtete. Dabei habe die Gemeinde die Argumente vorgebracht, die ihrer Ansicht nach belegen würden, dass die Fristen bis zur Wahl verlängert werden müssen.

„Wir haben wegen der bevorstehenden Bundestagswahl eine Urlaubssperre im Einwohnermeldeamt verhängt. Das bedeutet aber auch, dass die Mitarbeiter nach dem 24. September, wenn sie eigentlich die Bürgermeisterwahlen vorbereiten müssten, größtenteils ihren verdienten Urlaub nachholen“, so Elisabeth Dörrenberg. Dazu kämen etliche Feiertage Ende Oktober/Anfang November und der Fakt, dass derzeit noch gut ein Viertel der Gemeinderäte auf Reisen sind. „Theoretisch wäre eine Verlängerung der Frist bis maximal zum 14. Januar 2018 möglich“, so Dörrenberg gestern weiter. Ob und wie lange zusätzlichen Aufschub die Gemeinde bekommt, müsse aber erst noch entschieden werden. Sicher ist, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, 12. September, das Thema Bürgermeisterwahlen in öffentlicher Sitzung besprechen wird.

Dabei soll unter anderem auch erörtert werden, ob Tutzing übergangsweise einen ehrenamtlichen Bürgermeister bekommen könnte. Das würde es Elisabeth Dörrenberg theoretisch ermöglichen, zu kandidieren, da sie als Altersgründen nicht mehr als hauptamtliche Bürgermeisterin antreten darf (wir berichteten). Aber will sie das überhaupt? „Wenn es eine breite Ratsmehrheit für einen ehrenamtlichen Bürgermeister gäbe, könnte ich mir eine Kandidatur vorstellen. Aber nur, um im Sinne von Rudolf Krug die angefangenen Projekte ordentlich zu Ende zu bringen“, so Dörrenberg. Sie wolle sich aber aus dieser Debatte heraushalten. Die Sitzung am 12. September werde die Dritte Bürgermeisterin Marlene Greinwald leiten, Dörrenberg selbst wird im Urlaub sein.

Das Ehrenamt wäre in Tutzing ohnehin nur übergangsweise möglich: Die Gemeinde wächst beständig, hat gut 9600 Einwohner. Wird die 10 000 Einwohner-Marke erreicht, muss bei der darauffolgenden Wahl ein hauptamtlicher Bürgermeister gewählt werden.

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