+
Die Firmenzentrale von WAF in Kampberg darf erweitert werden.

Gewerbe

WAF erweitert in Kampberg

Das Unternehmen WAF kann seine Zentrale im Tutzinger Ortsteil Kampberg erweitern. Der Gemeinderat hat eine Änderung des Bebauungsplans genehmigt.

KampbergDie Firma WAF, die neben Gewerkschaften einer der größten Anbieter von Seminaren für Betriebsräte in Deutschland ist, war vor vier Jahren von Feldafing nach Kampberg auf ein Gelände an der Blumenstraße gezogen. In Tutzing ist sie mittlerweile einer der wichtigsten Gewerbesteuerzahler. „Für die Gemeinde ist es wunderbar, dass die Firma die Möglichkeit hat, zu erweitern“, sagte Bürgermeisterin Marlene Greinwald im Gemeinderat.

Das Unternehmen war 1983 vom ehemaligen Feldafinger Bürgermeister Günter Gerhard und von Rüdiger Marquardt gegründet worden, die beide die Eigentümer sind. Vorstandsmitglied Christian Lütgenau rechnet wegen der in diesem Jahr stattfindenden Betriebsratswahlen mit einer deutlich steigenden Nachfrage nach Seminaren für diesen Personenkreis. Das hohe Interesse hat damit zu tun, dass solche Fortbildungen nach Paragraf 37 des Betriebsverfassungsgesetzes der jeweilige Arbeitgeber bezahlen muss. In Zusammenhang mit den alle vier Jahre stattfindenden Wahlen steigt erfahrungsgemäß auch immer die Nachfrage nach vielen wissenswerten Informationen für Betriebsräte, so bei Themen wie Arbeitsrecht, Betriebsverfassungsrecht, EDV, Lohn, Arbeitszeit, Tarifrecht, personellen Angelegenheiten, Rhetorik, sozialen Belangen oder Umstrukturierungen.

Mit 23 000 Buchungen hat das Unternehmen 2017 rund 36 Millionen Euro Umsatz erzielt, in diesem Jahr werden 44 000 Buchungen erwartet. Im Jahr 2004, als Lütgenau bei der Firma anfing, waren es 5000 Buchungen.

In der Kampberger Zentrale wird die gesamte Verwaltung abgewickelt. So werden dort die kompletten Unterlagen für die Seminar-Teilnehmer vorbereitet, versandfertig gemacht und an 80 Standorte in ganz Deutschland verschickt, an denen die Seminare stattfinden. Gehalten werden sie von 350 bis 400 freien externen Mitarbeitern – Juristen und anderen Experten auf den jeweiligen Gebieten.

„Wir brauchen mehr Platz“, sagt Lütgenau zu den Erweiterungsplänen. 44 Mitarbeiter werden zurzeit in Kampberg beschäftigt. Weitere vier sind in Feldafing tätig. Aus dort eingerichteten Studios bietet das Unternehmen seit zwei Jahren auch Online-Seminare. Das Personal soll weiter aufgestockt werden. Fest zum Team gezählt werden auch drei Bürohunde.

Lorenz Goslich

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Starnberger Dampfer trotzen Sonnenschein
Seit Tagen lacht die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel, das Thermometer nähert sich der 30-Grad-Marke – und auf dem Starnberger See ist tote Hose. Jedenfalls was die …
Starnberger Dampfer trotzen Sonnenschein
Schon wieder erfolgreich: Inninger Landjugend holt sich den zweiten Münchner Maibaum
Die trauen sich was: Die Inninger Landjugend hat schon wieder zugeschlagen. Diesmal mussten die Sendlinger dran glauben.
Schon wieder erfolgreich: Inninger Landjugend holt sich den zweiten Münchner Maibaum
Intakte Rohre für unterirdischen Starzenbach
Die Gemeinde Feldafing fasst ein schwieriges Projekt an: die dringend notwendige Sanierung der Verrohrung des Starzenbachs. Das wird teuer – und aufregend, weil in …
Intakte Rohre für unterirdischen Starzenbach
Im Rausch der Automaten: Kaufmann (31) prellt Kunden und verschuldet sich
Die Spielsucht hat einen Angestellten in Starnberg vor Gericht gebracht. Insgesamt sechs Kunden brachte der 31-Jährige um ihr Geld.
Im Rausch der Automaten: Kaufmann (31) prellt Kunden und verschuldet sich

Kommentare