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Für Autos künftig tabu: Der alte Volksfestplatz in Tutzing wird als Lagerfläche gebraucht. Es gibt keine Alternative, sagt die Bürgermeisterin. 

Fragen nach den Folgen

Wegen Baustelle: Alter Volksfestplatz in Tutzing wird zur Lagerfläche

Der alte Volksfestplatz in Tutzing wird zur Lagerfläche für die Sanierung der Hauptstraße. Damit fällt er als Parkplatz weg. Die Betroffenen reagieren verständnisvoll, fragen aber auch nach den Folgen.

Tutzing – Für Bürgermeisterin Marlene Greinwald ist es klar: „Bei wirklich heißem Badewetter wird’s eng.“ Denn nach einem Beschluss des Tutzinger Gemeinderats soll eine Teilfläche des alten Volksfestplatzes an der Seestraße während der Sanierung der Hauptstraße zum Zwischenlager für den Aushub werden. Als Parkfläche wird er deshalb weitgehend wegfallen.

Es gebe keine Alternative, sagte Greinwald. Zwei bis drei Jahre lang wird der Platz wohl als Lager dienen, wie Bauamtsleiter Klaus Menzinger sagte. Bei warmem Wetter war die Fläche gerade an Wochenenden oft voller Autos. Denn sie befindet sich nah am Seeufer, rundherum sind Sport- und Freizeitanlagen: Südbad, Tennisplatz, Yachtclub, Ruderclub, Minigolffeld, Stockschützen.

Die meisten Verantwortlichen der Vereine und Anlagen zeigen Verständnis. Aber auch über die Folgen gibt es Diskussionen. Wie bei heißem Wetter auch noch die letzte Ecke zugeparkt wird, weiß Günter Ciupke, Vorsitzender der Stockschützen: „Im Sommer war die Bude an jedem Wochenende voll.“ Viele Autofahrer werden wohl auf die Plätze beim Würmseestation oder beim Supermarkt an der Lindemannstraße ausweichen, meint er. Dort sind keine Parkgebühren fällig.

„Das ist nicht so tragisch“

Detlef Arckel, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Tutzing, hat keine Bedenken wegen der Fußballspiele. Die Punktspielrunde sei Anfang Juni ohnehin fertig. Eher gelassen gibt sich auch Südbad-Pächter Martin Hippius. Es sei sicher keine Idealsituation, doch: „Das ist nicht so tragisch.“ Die Lage in Tutzing sei ohnehin gut, an vielen anderen Badegeländen gebe es gar keine Parkplätze. Als die Zelte für Flüchtlinge auf dem Volksfestplatz standen, habe es keine „Ausnahmezustände“ gegeben.

Gemeinde-Geschäftsleiter Marcus Grätz erinnert sich ebenfalls nicht an größere Probleme. Mit der Situation zurecht zu kommen, glaubt man auch beim Deutschen Touring Yacht-Club. Der Parkdruck habe zwar enorm zugenommen, sagt Präsident Wolfgang Stückl. Die Parkplätze auf dem Clubgelände würden heute merklich enger zugestellt als früher, auch außerhalb benötige der Verein immer wieder Stellflächen, so bei größeren Veranstaltungen wie der Segel-Bundesliga im Vorjahr und für Bootsanhänger. Alles in allem werde es schon klappen.

Fragen nach einer anderen Lösung klingen trotzdem durch. Erinnerungen gibt es beispielsweise an die Nutzung der Wiesen zwischen Tutzing und Unterzeismering für Parkzwecke, wie vor Jahren bei einem Landkreislauf.

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