Polizeibeamte werden zweimal am Hauptbahnhof brutal angegriffen - Zeugen wählen Notruf

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In der JVA Stadelheim sitzt der Tutzinger seit März in U-Haft.

Anwalt berichtet

Wegen Missbrauch Jugendlicher: Tutzinger Polizist bleibt in U-Haft

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Der wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen inhaftierte Tutzinger (58) bleibt weiterhin im Münchner Gefängnis Stadelheim. Dort sitzt der Polizist und Feuerwehrmann seit Mitte März in Untersuchungshaft.

Tutzing – Eine so genannte Haftprüfung seines Anwalts war Ende Mai abgelehnt worden – die zuletzt eingereichte Haftbeschwerde inzwischen auch. Das teilte der Pflichtverteidiger des Tutzingers dem Starnberger Merkur auf Anfrage mit.

Weitere Versuche, seinem Mandanten den Aufenthalt in der U-Haft zu ersparen, seien nicht geplant, sagte der Pflichtverteidiger. Klar ist: Wer eine mehrjährige Haftstrafe zu befürchten hat, kommt in der Regel nicht aus der U-Haft frei. Die Staatsanwaltschaft sieht nach wie vor eine Fluchtgefahr bei dem Mann – im Gegensatz zu seinem Anwalt: „Ich bin davon überzeugt, dass er nicht stiften geht.“ Er sei stark in der Region verwurzelt und habe „keine Anbindung“ ins Ausland.

Der 58-Jährige soll unter anderem einen Schülerpraktikanten während einer Patrouillenfahrt mit dem Polizeiboot auf dem Starnberger See belästigt haben und ihm später pornografische Bilder und Filme aufs Handy geschickt haben. Weitere Taten sollen sich im Schulungsraum der Feuerwehr Tutzing und in einem Ferienhaus abgespielt haben. Sie liegen teilweise rund 15 Jahre zurück.

„Ende August erwarten wir die Anklageschrift, dann sehen wir weiter“, sagte der Anwalt. Auf ein Datum will sich die Staatsanwaltschaft München II nicht festlegen. Sprecherin Karin Jung schreibt aber auf Nachfrage: „In der Tat ist eine zeitnahe Anklageerhebung beabsichtigt.“

Die Marschroute für den Tutzinger sei klar: Der 58-Jährige, der sich nach Angaben des Verteidigers bereits mehrfach bei seinen Opfern entschuldigt hat, werde sich kooperativ verhalten und ein Geständnis ablegen.

Ein Verhandlungstermin ist noch nicht abzusehen. Etwas anderes aber schon: Vor Gericht wird ein weiterer Mann neben dem Angeklagten Platz nehmen. Wie der Pflichtverteidiger sagt, habe sein Mandant einen weiteren Anwalt mit Erfahrung im Sexualstrafrecht beauftragt. Dies sei nicht als Misstrauen ihm gegenüber zu verstehen, sondern schon länger angedacht gewesen. Die Arbeit solle auf mehrere Schultern verteilt werden.

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