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Realistische Bedingungen: Feuerwehr-Kräfte bei einer Übung in Tutzing. Sie steigen aus einem sogenannten Brandübungscontainer, in dem die Flammen bis zu 700 Grad heiß werden.

Feuerwehrübung

Wenn Retter den Ernstfall proben: 700 Grad im Übungscontainer

Ein Hausbrand lässt sich in einem Container simulieren: Feuerwehrkräfte des Landkreises üben derzeit in Tutzing

Tutzing – Schwarzer Rauch steigt an die Decke des Containers, bis zu 700 Grad heiße Flammen lodern. Acht Feuerwehrler knien mit einem Ausbilder am Boden und löschen. Danach kommen sie erschöpft und mit hochroten Köpfen heraus.

Seit Montag steht auf dem Gelände der Feuerwehr Tutzing ein Brandübungscontainer des Landesfeuerwehrverbands. Die Einsatzkräfte aus dem Landkreis spielen unter realistischen Bedingungen den Ernstfall durch. Sie lernen, den fatalen „Flashover“ zu vermeiden – die schlagartige Ausweitung von einem kleinen zu einem Großbrand. In zehn Durchgängen nehmen diese Woche 64 Feuerwehrler am Lehrgang teil. „Es freut uns, dass der Container dieses Jahr in Tutzing ist, weil wir dann die Hälfte der Plätze an unsere Mitglieder vergeben können“, sagt Pressesprecher Horst Duensing.

Im Container werden je sieben Spanplatten angezündet. Die Türen werden geschlossen, und die Einsatzkräfte können ein Feuer hautnah miterleben. Sie lernen, wohin sie das Wasser spritzen müssen und was sie zu tun haben, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

„Es war manchmal grenzwertig von der Hitze her.“

Die 19-jährige Paula Pfeffer, die in den Feuerwehren Maising und Tutzing aktiv ist, erzählt: „Ich war noch nie bei einem Feuer dabei und hätte es ganz anders eingeschätzt. Ich hatte zwar keine Angst, aber mir war ein bisschen unwohl. Es war manchmal grenzwertig von der Hitze her.“ Ausbilder Manuel Ursel kennt die genauen Zahlen: Auf Bodenhöhe seien es ungefähr 60 Grad, auf Brusthöhe das Doppelte und auf Kopfhöhe schon 250 Grad. Die Flammen sind wie erwähnt 700 Grad heiß.

Berufsfeuerwehrmann Tobias Wegl hat ähnliche Bedingungen wie bei einem Hausbrand im Container festgestellt. „Aber bei einem Einsatz muss man eben arbeiten und sich bewegen. Das fehlt hier. Aber es ist eine gute Möglichkeit zur Vorbereitung“, sagt der 23-Jährige. lil

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Das Tutzinger Midgardhaus steht vor Veränderungen. Die Wirtsleute Marlies und Fritz Häring wollen sich in absehbarer Zeit zurückziehen. Verhandlungen über die Nachfolge laufen bereits.

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