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Wiener Unternehmen will auf Ex-Roche-Gelände in Tutzing bald bauen - Hotelbetreiber fällt weg

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Optimusmus für den Standort Tutzing: Geschäftsführer Claus Krenstetter und der Gründer der Unternehmensgruppe „WT 80), Friedrich Scheck (r.) auf den noch freien Flächen. Rechts der fast fertige Bau des Unternehmens Lobster.
Optimusmus für den Standort Tutzing: Geschäftsführer Claus Krenstetter und der Gründer der Unternehmensgruppe „WT 80), Friedrich Scheck (r.) auf den noch freien Flächen. Rechts der fast fertige Bau des Unternehmens Lobster. © Andrea Jaksch

Die Wiener Unternehmensgruppe „WT 80“ will in Tutzing für die restliche Bebauung des früheren Roche-Geländes sorgen. Der vorgesehene Betreiber für ein Hotel steht zwar nicht mehr zur Verfügung, dennoch strahlen die Investoren Zuversicht aus.

Tutzing – Für die weitere Bebauung des früheren Geländes von Boehringer-Mannheim und Roche in Tutzing werden derzeit die Wege geebnet. In dieser Woche haben sich Verantwortliche der österreichischen Gruppe „WT 80“ in Tutzing mit Bürgermeisterin Marlene Greinwald und anderen Beteiligten getroffen. Das in Wien ansässige Unternehmen mit den Schwerpunkte Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Immobilienentwicklung hat vor einiger Zeit die Business Area Tutzing GmbH erworben, zu der die drei Baufelder gehören.

Gründer Friedrich Scheck und Geschäftsführer Claus Krenstetter berichteten anschließend im Gespräch mit dem Starnberger Merkur, dass die Baugenehmigungen für die drei neben dem Krankenhaus geplanten Gebäude mittlerweile vorliegen. „WT 80“ will auch für die Bebauung sorgen. Der schon seit einiger Zeit bezogene dreieckige Bau an der Bräuhausstraße und das vor der Fertigstellung stehende Firmengebäude des Unternehmens Lobster daneben haben andere Eigentümer. Östlich von ihnen stehen die drei noch unbebauten Flächen seit dem Abbruch der Altbauten von Boehringer-Mannheim leer.

Die Gestaltung der dort geplanten mehrgeschossigen Gebäude ist in weiten Zügen seit Längerem bekannt. Was die Nutzung betrifft, hat sich allerdings eine Planung zerschlagen: Die als Hotelbetreiber für den mittleren Bau vorgesehene holländische Bari-Gruppe ist weggefallen. Doch die Verantwortlichen von „WT 80“ strahlen Zuversicht aus. Nach ihren Angaben ist an dieser Stelle weiterhin ein Beherbergungsbetrieb geplant. Über Details gibt es bisher aber keine Angaben.

Die Gruppe „WT 80“ wird damit erstmals im Großraum München aktiv

Das südlichste der drei Gebäude soll, wie schon vor längerer Zeit angekündigt, für eine Erweiterung der in den Dreiecksbau eingezogenen „P3-Klinik“ dienen. Ebenfalls unverändert soll direkt an der Bahnhofstraße ein Bürogebäude entstehen. Nach dem Gespräch in Tutzing zeigten sich Krenstetter und Scheck sehr angetan. Es sei ein intensiver Austausch gewesen. Die Verantwortlichen der Gemeinde seien dienstleistungsorientiert, konstruktiv und kompetent: „Da ziehen wir den Hut.“ Krenstetter rechnet mit einer Bauzeit von 18 bis 22 Monaten. Falls noch in diesem Jahr der Anfang gemacht werden kann, könnte also mit einer Fertigstellung im Jahr 2023 zu rechnen sein.

Die Gruppe „WT 80“ wird damit erstmals im Großraum München aktiv, nachdem sie sich mit Wohn- und Gewerbeprojekten schon seit längerer Zeit in anderen deutschen Regionen engagiert, so in Berlin, bei Nürnberg, in Burghausen und in Tübingen. „Der Standort Tutzing scheint uns interessant zu sein“, sagte Scheck. So gebe es gute Verbindungen nach München. „Wir bemühen uns, eine auf Generationen ausgerichtete, nachhaltige, nicht an kurzfristigen Gewinnzielen orientierte Investitionsstrategie zu verfolgen“, versicherte er und fügte hinzu: „Das wird ein schönes Projekt.“

Lorenz Goslich

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