Ein Stein, finanziert mit Spenden, erinnert an der Unfallstelle im Herzen von Tutzing an den tragischen Tod der kleinen Daria im April 2011. Foto;: svj

Ein kleines Kunstwerk für die Schwester

Tutzing - Vor bald drei Jahren ist die kleine Daria mitten in Tutzing ums Leben gekommen - ein Lkw hat sie überrollt. Jetzt erinnert ein Gedenkstein an das tragische Unglück und ermahnt zu mehr Rücksicht und Obacht im Straßenverkehr

Tutzing - Ein kleines Kunstwerk hat Daniel für seine Schwester Daria gestaltet, die im April 2011 bei einem tragischen Unfall mitten in Tutzing ums Leben kam. Das Objekt aus 24-karätigem Blattgold und hochwertigem Glas brachte der Elfjährige gestern zu einer Feier mit, bei der ein an Daria erinnernder Gedenkstein eingeweiht wurde. Die Gemeinde hat ihn nahe der Unfallstelle an der Ecke Kirchenstraße/Traubinger Straße aufgestellt.

„Auf die Frage nach dem Warum haben wir keine Antwort“, sagte Tutzings evangelische Pfarrerin Ulrike Wilhelm, die die Feier mit dem katholischen Diakon Werner Schwarzwalder ökumenisch gestaltete. Sie erzählte, wie einmal bei der Trauerfeier für einen Säugling ein Pfauenauge durch die Christuskirche geflogen ist. „Wie ein Zeichen“ sei das gewesen. Als Symbol der Auferstehung steckte sie ein Schmetterlingsbild neben den Stein. „Nähme ich Flügel der Morgenröte“ hatte sie als Lied ausgewählt.

Auch Darias Vater Dragan Cvetanovic sprach gefasst ein paar Worte. „Der schmerzliche Verlust wäre unerträglich gewesen“, sagte er, „ohne den Trost, den wir durch unsere Mitmenschen erfahren haben.“ Ein Steinmetz wird in den Stein eine Nut einarbeiten - „wie eine Banane“, sagte Daniel. Dort soll sein kleines Kunstwerk eingesetzt werden, „so dass sich der Stein mit dem Licht verbindet“, erklärte Psychologin Dr. Hannerose Mattes, die Daniel angeleitet hat. Sie kümmert sich regelmäßig um die Familie.

Etwa 30 Bürger waren zu der kleinen Feier gekommen, unter ihnen mehrere Gemeinderäte und Bürgermeister Dr. Stephan Wanner, der den Gedenkstein auch als Mahnung gerade an Kinder versteht, im Straßenverkehr stets aufzupassen. Wie emotional die Diskussion um die Sicherheit geführt wird, belegen die Auseinandersetzungen über einen Weg neben den Bahngleisen, der aber nicht gesperrt wird.

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