Tutzinger Bahnhof: Gaststätte statt Jugendzentrum

Tutzing - In den Tutzinger Bahnhof soll wieder ein Lokal einziehen. Das wünscht sich die Eigentümerin, die Deutsche Bahn.

Seit Mitte vorigen Jahres steht das Bistro am Tutzinger Bahnhof leer. Zurzeit gebe es drei Bewerber für einen gastronomischen Betrieb darin, sagte Bahn-Sprecher Bernd Honerkamp auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die betreffenden Räume waren in Tutzing auch als denkbarer neuer Jugendtreff ins Gespräch gebracht worden. Die Tutzinger Jugendpflegerin Nicola Lindorfer hatte kürzlich beim Jugendgipfel berichtet, dass die Bahn dies abgelehnt habe. Laut Honerkamp war dies eine „lockere“, nicht eine „offizielle Anfrage“ der Gemeinde. Die Bahn, bestätigte er, hätte an dieser Stelle lieber eine Gaststätte als ein Jugendzentrum. Er begründete dies mit einem „Zusatznutzen für Fahrgäste“. Ein Mietvertrag soll in den nächsten Monaten unterschriftsreif sein, sagte der Bahn-Sprecher.

Verkaufsabsichten hat die Bahn in Tutzing nicht. Er gehöre zum so genannten „Kern-Portfolio“ der Bahn, sagt Honerkamp. In diesem befinden sich 600 von bundesweit 5400 Bahnhöfen, die meist 80 bis 100 Jahre alt sind, aus der Gründerzeit der Bahn mit Dampflokbetrieb stammen und entsprechend groß dimensioniert sind. Etwa 3000 von ihnen verfügen über Empfangsgebäude, die aber vielfach keine „originäre eisenbahnbetriebliche Funktion“ wie zum Beispiel Fahrkartenausgabe haben.

Die Empfangsgebäude würden nur noch einzeln veräußert. Auch, weil die Bahn erlebt hat, dass ihr Image leidet, wenn ein neuer Eigentümer das Gebäude nicht nutzt und pflegt. Deshalb werde der direkten Verkauf an die betreffenden Kommunen bevorzugt, so Honerkamp. „Damit die Objekte durch ihre lagebedingte Prägung des Ortsbildes auch nach der Veräußerung ihre Bedeutung als Eingangstor zur Stadt nicht verlieren.“

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