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Volles Haus zur Einweihung: Mit vielen Besuchern feierte der Tutzinger Waldorf-Kindergarten den Einzug in sein neues Haus an der Traubinger Straße. 

Im Zeit- und Kostenplan

Waldorf-Kindergarten eingeweiht

Tutzing - Mit dem Waldorf-Kindergarten ist der zweite Neubau an der Traubinger Straße eingeweiht worden – pünktlich und im Kostenrahmen.

Acht Monate von der Baugenehmigung bis zur Fertigstellung: Mit der Ein-weihung des Waldorf-Kindergartens an der Traubinger Straße am Freitag durch den katholischen Pfarrer Peter Brummer legte die Gemeinde Tutzing als Bauherr „eine Punktlandung“ hin, wie Bürgermeister Rudolf Krug bei der offiziellen Übergabe befriedigt feststellte. Der Terminplan wurde eingehalten, der Kostenrahmen von 2,47 Millionen Euro für das Gesamtpaket BRK-Kindergarten plus Waldorf-Kindergarten sogar leicht unterschritten. Nur für einige Außenleitungen musste man zirka 100 000 Euro extra im Haushalt einstellen.

Mit der Eröffnung können auf 370 Quadratmetern nebst Mehrzweckraum nun weitere 37 Kinder betreut werden – 25 im Kindergarten, zwölf in der Krippen-Gruppe. Das von Mechtild Sonntag geführte Personal wird von bislang drei Waldorf-Erzieherinnen plus Praktikant auf „sechs plus eins“ aufgestockt. Der Vorsitzende des vor 31 Jahren gegründeten und derzeit 45 Mitglieder zählenden Fördervereins, Dr. Michael Spieker, war voll des Lobes über die Gemeinde und den Architekten Matthias Kruppa: „Das alles hätte auf gar keinen Fall zu diesem Ergebnis geführt, wenn nicht zwischendurch demokratische Wahlen stattgefunden hätten“, übte Spieker bei der Eröffnung deutliche Kritik an Krugs Vorgänger, „erst als Sie, Herr Krug, die Amtsgeschäfte übernommen hatten, ging es auf einmal ganz schnell.“ Es sei ein „absolut vertrauensvolles und faires Miteinander“ aller Beteiligten gewesen, so Spieker.

Krug war solch Lob fast schon zu viel des Guten: „Der Erfolg hat viele Mütter und Väter.“ Dies sei fraglos „ein glücklicher Moment“, doch habe es auch einiger Verhandlungsrunden bedurft. Entscheidend sei es wohl gewesen, dass sich die Gemeinde vor anderthalb Jahren dazu durchgerungen habe, sowohl für den BRK-Kindergarten als auch den Waldorf-Kindergarten als Bauherr aufzutreten – damals stand das vom BRK zunächst auf 4,7 Millionen Euro veranschlagte Projekt kurz vor dem Aus. Dem Architekten Kruppa bescheinigte der Bürgermeister wie schon beim BRK-Bau „eine tolle Leistung“.

Alles in allem sei von der Bauleitplanung bis zur Wahl des Architekten die „Quadratur des Kreises“ gelungen, befand Krug. Bei den Details wie etwa besonderen Farben oder einem speziellen Brunnen engagierte sich auch der Waldorf-Förderverein hinsichtlich der Kosten, laut Spieker mit „bis zu 50 000 Euro oder fünf bis sieben Prozent der Bausumme“. Durch die geglückte Logistik war es übrigens möglich, dass der alte Bestandsbau noch bis zur Eröffnung des Neubaus stehen bleiben konnte und die Waldorf-Kinder nicht umziehen mussten. Und auch die herrliche Lage kommt inzwischen zur Geltung: Eine alte Hecke wurde beseitigt, Kinder und Kindergärtner haben jetzt freie Sicht in die Natur.

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