Gewählte und Geehrte der CSU (v.l.): Dr. Ernst Lindl (25 Jahre), Reinhard Frömel (Schatzmeister), Rolf Wünsch (40 Jahre), Eva Ertl (Schriftführer), Ursula Bauer (50 Jahre), Elisabeth Dörrenberg, Thomas Parstorfer (Vorsitzender). foto: svj

Tutzinger Ortsverband

CSU zufrieden mit Ratsarbeit

Tutzing - Die Tutzinger CSU wird immer jünger, und einige der Probleme im Ort werden immer größer. Dennoch zeigte sich bei der Ortshauptversammlung eine große Zufriedenheit.

Die Tutzinger  CSU befindet sich weiter auf einer Art Verjüngungskurs. Der Vorsitzende Thomas Parstorfer konnte bei der Ortshauptversammlung vermelden, dass der Altersdurchschnitt der 131 Mitglieder zum 31. Dezember von ehedem 66 auf 60,6 Jahre gesunken ist. 90 der offiziell geführten CSUler in Tutzing sind männlich, 41 weiblich, mithin ist die CSU in der Westufergemeinde weiterhin von Männern dominiert. Im von Wahlen freien Berichtsjahr 2015 verzeichnete der Ortsverband einen Zuwachs von elf Mitgliedern, darunter zwei „Umgesiedelte“ aus Bauerbach, Landkreis Weilheim, so Parstorfer. Insgesamt sieben Austritte beziehungsweise Sterbefälle (zwei) und aus den Listen Gestrichene, die zum Beispiel ihren Beitrag nicht mehr gezahlt hatten, gab es 2015.

Im Vorstand waren diesmal zwei Posten neu zu besetzen: Da die bisherigen Amtsinhaber Manuel Glück (Schriftführer) und Joachim Tegtmeyer (Schatzmeister) wegen zeitlicher Überlastung ihre Aufgaben abgeben wollten, wurden bei den Nachwahlen am Montag Eva Ertl (Schrift) und Reinhard Frömel (Kasse) Nachfolger gewählt. Erich Hupfauf berichtete namens der Revisoren einen Kassenstand von 5051 Euro zum 31. Dezember und merkte an, dass das Spendenaufkommen „sehr nachgelassen“ habe. Noch nicht erfasst im Bericht waren dabei natürlich die Mitgliedsbeiträge für 2016: Bei einem Mitgliedsbeitrag von 62 Euro pro Person verbleibe ohnehin nur ein Anteil von 17 Euro beim Ortsverband selbst, klagte Parstorfer und ermunterte zu Spenden.

Letzter Platz bei Gewerbesteuer

Bei den „Berichten der CSU-Gemeinderäte“ zogen Stefanie von Winning, Elisabeth Dörrenberg und Thomas von Mitschke-Collande eine überwiegend positive Bilanz: „Auch beim 2. Bauabschnitt des Kindergartens an der Rotkreuzalm sind wir absolut im Kostenrahmen“, freute sich Dörrenberg. Mit Blick auf andere Projekte der öffentlichen Hand sei dies „keine Selbstverständlichkeit“. Von Winning stellte in ihrem Bericht zwar mit Genugtuung fest, dass endlich die auf fünf bis sechs Jahre veranschlagte Generalsanierung der Hauptschule „auf den Weg gebracht“ wurde, doch sieht sie die Gemeindefinanzen weiterhin mit einiger Sorge: „Wir haben einen ausgeglichenen Haushalt hingekriegt, aber auch nicht mehr, große Sprünge können wir nicht machen.“ Mitschke-Collande ergänzte, Tutzing habe „bei der Gewerbesteuer aufgeholt“, liege hier aber unter den Landkreisgemeinden „noch immer auf dem letzten Platz“.

Die zunehmende Belastung durch die steigende Kreisumlage werde auch Tutzing zu schaffen machen, prophezeite Winning. Als Dörrenberg darauf verwies, dass auch bei der Sanierung der Dreifachhalle „ein Großteil an der Gemeinde hängen bleiben“ werde, schimpfte Erich Hupfauf über die seiner Ansicht nach unsägliche damalige Vergabe von Gewerken, die letztlich den Pfusch durch Billiganbieter verursacht habe: „Man hätte die Ausschreibung stückeln müssen!“ Zu den „erfreulichen“ Entwicklungen zählten die CSU-Gemeinderäte die Tatsache, dass für den „Andechser Hof“ nach Jahren des Leerstands ein Investor gefunden wurde: „Dann können die CSU-Versammlungen ja auch eines Tages wieder in Tutzing stattfinden statt in Traubing“, so Winning.

Seitenhiebe auf andere Gruppierungen im Gemeinderat gab es im Nicht-Wahljahr nur für die Grünen: „Ich kann es nicht verstehen, dass die am Kallerbach für den Erwerb von Wohneigentum eintreten“, so Dörrenberg, dabei wären doch viel eher bezahlbare Mietwohnungen angezeigt. Dass 2017 wieder ein Wahljahr wird, zeigte sich am Montag lediglich daran, dass sich der Gautinger JU-Landesgeschäftsführer Stephan Ebner als Bewerber um die Bundestagskandidatur vorstellte und die Delegierten für die Kreisvertreterversammlung und die Aufstellungsversammlung des Bundestagskandidaten gewählt wurden.

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