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Mehr als 250 Herrschinger waren zur Bürgerversammlung gekommen, um sich zu informieren.

Bürgerversammlung

Umgestaltung Bahnhofplatz: „Da ist noch nichts in Stein gemeißelt“

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Die geplante Umgestaltung des Bahnhofplatzes war eines der beherrschenden Themen in der Bürgerversammlung von Herrsching. Bürgermeister Christian Schiller und die Planer stellten die Pläne vor voll besetztem Haus vor.

Herrsching – Im Mittelpunkt der Herrschinger Bürgerversammlung stand am Donnerstagabend die Bahnhofsplatzumgestaltung. Als „Zuckerl“ kündigte Bürgermeister Christian Schiller die Vorstellung der Planung durch das Siegerbüro aus dem städtebaulichen Wettbewerb an.

Wie schon in der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben, gibt es aber schon Einwendungen von Anwohnern der Kienbachstraße und der Fischergasse, die durch den vorgeschlagenen Straßenverlauf im Siegerentwurf – an der VR-Bank, zwischen Herrschinger Insel und alter Post vorbei hin zu Ladestraße – eine „drastische Mehrbelastung an Verkehr“ befürchten.

Wolfgang Aigner, der seine Befürchtungen bereits in einem Schreiben an die Gemeinde und unterzeichnet von elf Nachbarn aus der Kienbachstraße abgegeben hatte, formulierte es in der Diskussion im Anschluss an den Rechenschaftsbericht so: „Wir sind keine Gegner von Neugestaltung.“ Den Quell-und Zielverkehr sollten die Planer, vor allem aber die Gemeinde zu überdenken. Denn die Sieger sind zwar gekürt und der erste Preisträger hat sicher einen großen Vorsprung, aber die Büros werden erst jetzt aufgefordert, ihre Angebote abzugeben.

Das Vergabegremium wird Mitte Februar benannt, erst dann wird entschieden, wer den Auftrag erhält. Gleichwohl hatte Professor Christian Schiebel von der Obersten Baubehörde die Gemeinde schon bei der Preisverleihung im Dezember ermutigt, diesen ersten Platz auch umzusetzen. Seine Behörde hat den Wettbewerb zu 60 Prozent gefördert und wird auch die Realisierung bezuschussen.

Schiller versicherte in der Bürgerversammlung den etwa 250 Zuhörern, dass, welche Entscheidung auch immer getroffen werde, über Details noch jederzeit gesprochen werden könne. Und doch sind es eben diese Details, die die Anwohner und Pendler wie die ehemalige Bürgermeisterin Christine Hollacher bereits umtreiben.

Aigner zum Beispiel verwies auf die Grünfläche im Siegerentwurf. „Die Bäume auf dem Bild haben vielleicht in 20 Jahren die gezeichnete Größe, während die bereits heute großen Bäume auf der Verkehrsinsel gefällt würden.“ Insgesamt würde die Fläche somit grauer statt grüner. Eine Sorge, die Planer Roberto Kaiser zum einen nicht teilte, zum anderen sei genau dies eine Detailplanung, die durchaus noch offen sei. Zugleich versicherte Planerin Anette Hähnig: „Wir wollen den Verkehr verträglich machen, die angrenzenden Straßen werden dadurch nicht mehr belastet, nur weil sich die Straßen verschieben.“

Nach der Bahndammnutzung wurde ebenso gefragt. Für diese gibt es eine Idee, sie war aber nicht Teil des Realisierungswettbewerbes, merkte Schiller an. Im Siegerentwurf wird der bewachsene Bahndamm als Verbindung zur Seestraße gesehen, mit Verweilflächen und auch Spielplätzen. Verbunden ist er über einen Steg an der Westseite des Bahngebäudes, neben dem auch ein Zugang zum dann abgedeckelten Kienbach geschaffen werden soll. Christine Hollacher übte Kritik an der Platzierung der Kiss&Ride-Plätze. Als Pendlerin, die täglich zum Bahnhof gebracht und von dort abgeholt wird, fand sie, dass die im Plan vorgesehenen Plätze am südlichen Ende des VR-Gebäude zu weit entfernt vom Bahnsteig seien. Vor allem hatte Kaiser noch kurz zuvor betont, dass die Stellflächen für Busse und Taxen deshalb so nah am „Foyer“ platziert seien, weil jeder, der öffentlichen Nahverkehr nutze, wisse, wie knapp die Zeit zuweilen sei. Und als weitere Anmerkung stellte sie die Frage, wo Autos denn wenden könnten. Kaiser verwies auf den begrenzten Platz, nahm die Anmerkungen aber durchaus ernst und versicherte: „Das ist alles nicht in Stein gemeißelt.“

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