Preisträger, Jury und Gratulanten: (v.l.) Nina Süß (KSK), Fabian Müller (3. Preis), Wolfgang Bartelmann, Dr. Ernst Quester, Ute Hamann-Auer (1. Preis), Ulrike Schultheiss, Vanessa Lange (Jugendpreis), Petra Morsbach, Annette Kienzle und Annika Mayer (2. Preis). Foto: jaksch
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Preisträger, Jury und Gratulanten: (v.l.) Nina Süß (KSK), Fabian Müller (3. Preis), Wolfgang Bartelmann, Dr. Ernst Quester, Ute Hamann-Auer (1. Preis), Ulrike Schultheiss, Vanessa Lange (Jugendpreis), Petra Morsbach, Annette Kienzle und Annika Mayer (2. Preis).

Undine verleiht Flügel

Starnberg - Die Sieger des neuen Literaturpreises, der Starnberger Udine, stehen fest. Die Preisträger haben nun ihre Auszeichnungen erhalten.

Den 1. Preis erhielt Ute Hamann-Auer, den 2. Preis Annika Mayer und den 3. Preis Fabian Müller.

Der 24-jährige Starnberger begeisterte die Jury mit seinem Science-Fiction-Auszug „Atmosphären“. Die Laudatorin und vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Petra Morsbach sprach von einem „beachtlichen sprachlichen Vermögen“ und einer „anspruchsvollen Komposition“.

Als „radikal, subjektiv“ beschrieb sie den Text von Annika Mayer (31). Die Starnbergerin verarbeitet in „Traum@leben“ ihre Posttraumatische Belastungsstörung nach einer Vergewaltigung: „Mein Dämon in mir schweigt und es geschieht ihm Recht. Er ist ausgelaugt vom vielen Laufen.“

Über ihren 1. Platz und damit einen Scheck von 500 Euro freute sich ganz besonders Ute Hamann-Auer: „Ich habe noch nie einen Literaturpreis gewonnen.“ Ihr einfühlsamer Text „Die Entscheidung der Amsel“ über eine Psychotherapeutin, die aus ihrer Alltagsroutine gerissen wird, überzeugte die Jury. „Möge der Preis ihnen die Flügel verleihen, ihr Werk zu Ende zu bringen“, erklärte Morsbach. Anschließend lasen die Gewinner aus ihren Werken vor.

Kleine Flügel wuchsen auch den Gewinnern des Jugendpreises, den sich Luisa Steindörfer, Vanessa Lange und Sophie Fährmann teilen. Die Jury war begeistert von den drei höchst fantasiereichen Geschichten. Den Mädchen wurde jeweils ein Büchergutschein überreicht. Für alle, die nicht gewonnen haben, ein Trost: Die Starnberger Undine soll in zwei Jahren erneut vergeben werden.

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