Rentner rast gegen Bäume - und stirbt

Landstetten - Mehrere Verkehrsteilnehmer haben einen 85-Jährigen am Freitag in der Früh nach einem Unfall wiederbelebt. Der Mann war mit seinem Wagen gegen mehrere Bäume geprallt. Am Ende waren die Rettungsversuche doch vergebens: Der Mann starb.

Unfall: Rentner rammt Bäume

Gegen 8 Uhr ereignete sich auf der Kreisstraße STA 3, kurz vor Landstetten, der schwere Unfall. Nach Angaben der Polizei fuhr der 85-jährige Mann aus Herrsching mit seinem 5er BMW von Andechs in Richtung Starnberg. Ca. 150 Meter vor dem Ortseingang Landstetten kam er dabei in einer langgezogenen Rechtskurve auf die linke Fahrbahnseite und touchierte hierbei ein entgegenkommendes Fahrzeug, einen Toyota, eines 54-jährigen Mannes aus Pähl. Der 54-jährige Toyotafahrer wich noch nach rechts aus, konnte allerdings einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Beim Anprall wurde der linke Außenspiegel beim Toyota beschädigt. Der BMW-Fahrer fuhr dann anscheinend ungebremst weiter und kam dann kurz nach der Ortstafel von der Fahrbahn nach links ab. Hierbei prallte er mit der Fahrzeugfront gegen zwei Bäume.

Der BMW-Fahrer wurde dann durch zwei Ersthelfer, einem Mann aus Niederau und einer Frau aus Pähl, aus dem Fahrzeug gezogen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes reanimiert, sodass wieder ein Puls vorhanden war. Einer der Ersthelfer hatte erst in der vergangenen Woche einen Erst Hilfe Kurs abgeschlossen.

Der lebensgefährlich verletzte 85-jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Klinikum nach München verbracht. Der 54-jährige Mann aus Pähl wurde nicht verletzt.

Letztlich waren die Bemühungen der Ersthelfer vergebens: Der Rentner erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Beim BMW entstand Totalschaden mit rund 15.000 Euro, der Schaden am Toyota beträgt ca. 300 Euro, Flurschäden ca. 3000 Euro.

An der Unfallstelle ausgelaufenes Öl, welches ins Erdreich gelangte, wurde auf Anordnung des Landratsamtes Starnberg durch die Straßenmeisterei Gilching ausgebaggert und entsorgt.

Zur Ermittlung der Unfallursache wurde, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, ein Gutachter zur Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens eingeschaltet.

Die Kreisstraße STA 3 war für den Verkehr an der Unfallstelle, welche sich über 150 Meter erstreckte, 3 ½ Stunden komplett gesperrt. Eine Umleitung wurde über Aschering zur B 2 und in entgegengesetzter Richtung ab Rothenfeld über Machtfling eingerichtet.

An der Unfallstelle waren neben dem BRK Starnberg, einem Rettungshubschrauber auch die Feuerwehren Perchting, Traubing, Starnberg, Pöcking und Erling eingesetzt, da zunächst davon ausgegangen wurde, dass der BMW-Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei, was dann allerdings nicht zutraf.

Insgesamt entstand ein Gesamtschaden von rund 18.300 Euro.

Rubriklistenbild: © Andrea Jaksch

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