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Geldwäsche à la Starnberg

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Einen ungewöhnlichen Fall von Geldwäsche meldet die Starnberger Polizei. Foto: fkn

Starnberg - Eigentlich wollte sie den Verantwortlichen der Starnberger Perchalla nur einen Denkzettel verpassen. Die 50-Jährige nahm während des Inthronisationsballs der Faschingsgesellschaft den Tombolaerlös an sich und verschwand.

Die Frau, die den ersten Faschingsball der noch jungen Saison mitgefeiert hatte, wollte das Geld nicht stehlen und behalten. Sie wollte den Perchalla-Mitarbeitern, die auf den Tombola-Erlös in Höhe von etwa 1800 Euro aufpassen sollten, nur demonstrieren, wie leichtsinnig sie das Geld in einem vermeintlich sicheren Depot in einem Nebenraum des Undosa-Seerestaurants abgelegt hatten.

Später in der Nacht wollte die 50-Jährige dem Verein das Geld zurückgeben. Die Frau wurde aber völlig überrascht, als plötzlich, kurz nach dem Verschwinden des Geldes, die Polizei in dem Lokal auftauchte. Da verließ sie der Mut und sie machte sich mit dem Geld aus dem Staub.

Daheim quälte sie ihr Gewissen. Um ihren Spuren zu verwischen, säuberte die Frau die Geldscheine mit Seifenlauge und wälzte die Banknoten anschließend in Erde. So verstaute sie das Geld in einem Paralinenkarton und warf diesen in den Briefkasten des Ball-Lokals. Eine Undosa-Mitarbeiterin fand den Karton drei Tage nach dem Faschingsball. Die Polizei wurde eingeschaltet.

Tags drauf meldete sich auch die Starnbergerin bei den Beamten. Reuig berichtete sie, wie es zu dem ungewollten Diebstahl gekommen war. Die Polizei hat eine Anzeige aufgenommen: Jetzt liegt es in der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, ob ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet wird oder die Frau mit einem blauen Auge davonkommt, wenn die Ermittler zu dem Ergebnis gelangen, dass die Starnberger keine Absicht hatte, sich das Geld anzueignen.

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