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Vor Polizeikontrolle geflüchtet

Verfolgungsjagd endet am Baum

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Eine solche Verfolgungsjagd kommt im Landkreis Starnberg auch nicht alle Tage vor. „Filmreif“, bezeichnet sie Bernhard Loibl von der zuständigen Polizeiinspektion Germering.

Gilching – Der 30 Jahre alter Fahrer eines älteren VW Polo aus Gilching war am Sonntag gegen 14.40 Uhr einer Streife der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck aufgefallen, weil er auf der Landsberger Straße in Höhe der Allguth-Tankstelle keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Die Beamten wollten ihn anhalten – der Mann aber dachte gar nicht daran, sich kontrollieren zu lassen.

Als die Beamten die Anhaltesignale anschalteten, gab der Gilchinger Gas und raste mit seinem Kleinwagen Richtung St. Gilgen. „Seine Flucht erfolgte rücksichtslos und mit überhöhter Geschwindigkeit“, berichtet die Polizei. Hinter St. Gilgen fuhr er weiter Richtung Winklhof und von dort in den angrenzenden Wald – immer den Streifenwagen hinter sich her. Vor allem im Bereich Winklhof waren die Manöver so riskant, dass mehrere Personen von der Fahrbahn springen mussten, um nicht überfahren zu werden. Die Polizei bittet diese Zeugen, sich unter Telefon (0 89) 8 94 15 70 zu melden.

Ob der gelernte Trockenbauer wirklich glaubte, so abhauen zu können? Jedenfalls verlor er aufgrund seiner nicht angepassten Geschwindigkeit und den aufgezogenen Sommerreifen in dem verschneiten Waldgebiet die Beherrschung über sein Fahrzeug und prallte frontal gegen einen Baum. Immerhin: Bei dem Zusammenstoß verletzte er sich zum Glück nur leicht.

Nun ließ sich der Mann widerstandslos festnehmen. Die Überraschung bei den Brucker Beamten war groß: Zum einen ist der Mann wegen diverser Delikte polizeibekannt, zum zweiten hatte er keinen Führerschein, zum dritten wies der VW Polo gravierende Mängel an der Ausstattung auf. Unter anderem hatte er von der Norm abweichende Räder und Rücklichter nicht beim TÜV eintragen lassen.

Dass deswegen die Betriebserlaubnis für den Polo erlischt, dürfte das geringste Problem für den 30-Jährigen sein. Schließlich ist der Wagen Schrott. Die Polizei schätzt den Totalschaden auf gerade mal 1500 Euro. Darüber hinaus ermitteln die Beamten gegen ihn wegen Gefährdung des Straßenverkehrs

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