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Macht Fortschritte: Die IHK sieht beim Ausbau des Busnetzes im Landkreis jedoch erst einen Teil der Wegstrecke zurückgelegt.

Verkehr

Entlastung der Stadt hat Vorrang

Starnberg - IHK-Chef Martin Eickelschulte beklagt, dass der Kreis bei Verkehrsprojekten noch immer hinterherhinkt. Es gibt aber auch Erfolge.

Martin Eickelschulte versteht es, Kritik in Lob zu verpacken. Beim Ausbau des regionalen Busnetzes gebe es Erfolge zu vermelden, sagt der Vorsitzende des Industrie- und Handelskammergremiums und Unternehmer aus Starnberg anerkennend. Die Einschränkung aber folgte auf dem Fuße: „Das angestrebte neue Busnetz ist mittlerweile zumindest bis zur Hälfte umgesetzt.“ Nachdrücklich fordert die IHK auch Verbesserungen für Autofahrer, so mit besseren Anbindungen an überregionale Verkehrswege.

Konkret genannt wurden der Autobahnanschluss des geplanten Gewerbegebiets Schorn an die Autobahn A 95, die zügige Fertigstellung der Westumfahrung Starnberg als Verbindung der A 96 an die Bundesstraße 2 und der sechsspurige Ausbau der A 96 zwischen Oberpfaffenhofen und Germering. „Bei vielen Verkehrsprojekten in der Region hinken wir noch immer hinterher“, klagte Eickelschulte. Ganz oben auf der Liste des IHK-Gremiums stehe die Verkehrsentlastung der Stadt Starnberg - „sei es durch den Bau des B 2-Tunnels, einer Umfahrung oder einer Kombination aus beiden“, fügt er salomonisch hinzu. Das kürzlich vorgelegte Gutachten des Büros SHP Ingenieure zur Verkehrsentlastung in der Stadt bezeichnete er als „ersten Silberstreif am Hoyrizont“. Nun müssten alle Varianten von Tunnel und Umfahrungen sowie alle denkbaren Kombinationen sachlich und neutral bewertet werden. Eine Lösung zur Entlastung könne auch „eine sehr zentrumsnahe Umfahrung“ sein.

Trotz aller Fortschritte sieht die IHK beim Ausbau des Busnetzes im Landkreis erst einen Teil der Wegstrecke zurückgelegt. Seit Jahren, sagt Eickelschulte, setze sich das IHK-Gremium für eine bessere „Vertaktung“ der 26 Regionalbuslinien ein. Gerade für die Erreichbarkeit der Gewerbegebiete mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei das wichtig, aber auch viele Kinder nutzten die Busse mehr und mehr in ihrer Freizeit, so beispielsweise zur Fahrt in den Pferdestall. „Unverzichtbar“ ist für die IHK auch der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke. Nur mit ihr und einem damit einhergehenden Netzausbau könne das stetig steigende Verkehrsaufkommen in und um München bewältigt werden.

Lorenz Goslich

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