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Skizze für einen Neubau: Verla-Pharm will in dem 135-Grad-Winkel des Bestands ein dreigesch ossiges Gebäude errichten.

Erweiterungsbau

Verla-Pharm stärkt Standort Tutzing

Das Tutzinger Traditionsunternehmen Verla-Pharm will seinen Standort an der Bernrieder Straße erweitern. Damit will die Firma die Aktivitäten an einem Ort bündeln. Die Gemeinde gibt grünes Licht.

Tutzing – Auf einstimmigen Empfehlungsbeschluss des Bauausschusses hat auch der Gemeinderat einem Antrag des Arzneimittel-Produzenten Verla-Pharm grünes Licht gegeben, sein Produktionsgebäude an der Bernrieder Straße 1 zu erweitern. Die seit 1949 in Tutzing ansässige Firma mit aktuell drei Standorten und rund 250 Mitarbeitern möchte laut dem stellvertretenden Verla-Pharm-Geschäftsführer Simon Stich an einen bislang nur für Bürozwecke genutzten Bestandsbau „eine Anbindung“ des noch zu errichtenden Gebäudes realisieren. „Ist keine große Geschichte,“ so Stich. Dafür habe es „schon seit über 20 Jahren“ noch ein entsprechendes Baufenster für einen vierstöckiges Bau gegeben. Festgelegt ist es im Bebauungsplan Nr. 39 „westlich der Bernrieder Straße“. Geplant ist ein dreigeschossiges Gebäude mit Nutzung des Dachgeschosses.

Mit der Erweiterung beziehungsweise „Anbindung“ will die Verla-Pharm gemäß Antragsbegründung erreichen, dass Funktionen zusammengeführt werden, die bisher auf mehrere Standorte in Tutzing verteilt waren: „Transporte von Waren und Rohstoffen durch den Ort können künftig entfallen und gleichzeitig behördliche Auflagen erfüllt werden“, so die Argumentation von Simon Stich. „Es ist generell nicht so günstig, alles getrennt zu haben“, unterstrich der Geschäftsführer im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Bislang hat Verla-Pharm außer dem Hauptsitz an der Bernrieder Straße noch die Standorte an der Von-Kühlmann-Straße und an der Hauptstraße. Die Genehmigung des Vorhabens sei für die Firma „unabdingbar“. Das hatte Verla-Pharm im Antragsschreiben deutlich gemacht, dem ein Plan-Entwurf „Verla Laborgebäude“ beigefügt war. Verla hatte zugleich die Bereitschaft erklärt, die anfallenden Kosten für den städtebaulichen Vertrag und die Bebauungsplanänderung zu übernehmen.

Das gute Einvernehmen zwischen der Gemeinde und ihrem größten Gewerbesteuerzahler hat fast schon Tradition. Als vor einigen Jahren das benachbarte Areal der ehemaligen Bayerischen Textilwerke für Tengelmann, Aldi und KiK neu erschlossen wurde und im einstigen Sudhaus zudem Wohnbebauung vorgesehen war, fürchtete die Verla hierdurch immissionsschutzrechtliche Einschränkungen für ihren Betrieb. Die Gemeinde half seinerzeit dabei, den möglichen Konflikt zwischen reinem Gewerbegebiet und Mischgebiet schon im Vorfeld der Neubebauung vertraglich so zu regeln, dass auch das Landratsamt als Genehmigungsbehörde mitspielte. Dem aktuellen Erweiterungsantrag legte der Tutzinger Gemeinderat nun ebenfalls keine Steine in den Weg. Von Thomas Lochte

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