Wettmelken an der schwarz-rot-goldenen Kuh: Elias und Sarah hatten auf dem Löfflerhof in Farchach ihre helle Freude mit Wettmelken, Infoquiz und beim Probierstand Foto:Jaksch

Viel mehr als nur Marktsonntag

Berg - Es war ein Versuch, und der Versuch war erfolgreich: Beim ersten "Berger Betriebe laden ein" herrschte Volksfeststimmung.

Anderswo wurde an dem Tag mit der Schnapszahl geheiratet, in Berg wurde gefeiert: Wer nur irgendwie konnte, machte sich am Sonntagnachmittag auf zum Marstall in Unterberg, wo sich weit über 30 Berger Betriebe an Verkaufs- und Informationsständen präsentierten. Als „Live-Acts“ gab es Scheren von Alpakas und Spinnen ihrer Wolle, Fertigen einer Zahnkrone oder kostenloses Blutdruckmessen. Dazwischen herrschte Partystimmung: Prosecco wurde ausgeschenkt und Kuchen verkauft. Man konnte Elektrofahrräder testen und Ballonfahrten gewinnen.

In elf verschiedenen Berger Ortsteilen hatten Betriebe vom Tierheilpraktiker bis zum Metzger, vom Kindergarten bis zur Buchhandlung und vom Biobauern bis zum Künstler ihre Türen geöffnet. Zahlreiche Jugendliche waren als „FirmenChecker“ unterwegs und informierten sich über Ausbildungsmöglichkeiten. Feuerwehrautos waren als Shuttle im Einsatz, Traktoren und Bagger standen zu Testfahrten bereit, dazu spielte die Lüßbacher Blasmusik und über allem kreiste ein Hubschrauber, der in Höhenrain im Zehn-Minuten-Takt zu Rundflügen startete.

„Bei diesem Riesenerfolg kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass dies keine einmalige Veranstaltung bleiben wird“, so die Einschätzung von Bürgermeister Rupert Monn kurz nach der offiziellen Eröffnung. Auch die Initiatorin und ehrenamtliche Projektleiterin Elke Link war begeistert: „Es geht nicht primär darum, dass möglichst viel verkauft wird, sondern dass die Gewerbetreibenden sich präsentieren und austauschen können.“ Bis zuletzt hatte sie noch Anmeldungen von Firmen entgegen genommen. Im Marstall stand dann auch Stand neben Stand, nicht das winzigste Plätzchen war frei geblieben. „Es geht vor allem um das Miteinander und um Vernetzung“, so Elke Link. Die Veranstaltung sei deshalb „viel mehr als ein Marktsonntag“.

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