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Visualisierung des Nordportals: Vier der fünf Starnberger Bürgermeisterkandidaten machen gemeinsam Werbung für den B2-Tunnel.

Wahlkampf ruht bei einem Thema

Vier Kandidaten für den Starnberger Tunnel

Starnberg - Wahlkampfpause bei einem Thema: Die Starnberger Bürgermeisterkandidaten von CSU, SPD, UWG und Grünen werben in einem gemeinsamen Flyer für den B 2-Tunnel.

Vier der fünf Starnberger Bürgermeisterkandidaten werben in einem neuen Flyer des Vereins Umweltbewusste Verkehrsentlastung für den B 2-Tunnel – ein in Wahlkampfzeiten eher ungewöhnlicher Schritt. Ludwig Jägerhuber (CSU), Dr. Frank Hauser (SPD), Hans Beigel (UWG) und Martina Neubauer (Grüne) folgten einer Einladung von Vereinschef Dr. Jürgen Busse und von Tunnel-Kämpfer Theo Beigel, schließlich sind sie auch Mitglied im Verein. Der Flyer mit einer Auflage von 10 000 Stück wird derzeit an alle Haushalte in Starnberg per Post verteilt. Zudem plant der Verein eine Veranstaltung, einen genauen Termin gibt es jedoch noch nicht.

Man habe bei der Erstellung des Flyers sehr auf Sachlichkeit rund um „das wichtigste Projekt der Stadt“ geachtet, betonte Busse bei der Vorstellung der Aktion. Das ist nach Ansicht der Kandidaten auch nötig, denn in ihrem Wahlkampf spüren sie Unsicherheiten. Im Flyer wird auch der Bauablauf beschrieben sowie auf Gerichtsurteile verwiesen. Auch jene, die eine Umfahrung als nicht genehmigungsfähig beurteilen. Entscheidend sei, dass der Tunnel die einzige zeitnahe Lösung zur Entlastung Starnbergs vom Verkehr sei, erklärte Jägerhuber.

UWG-Kandidat Beigel postulierte den Satz: „Tunnel oder nichts.“ Die Aktion, erklärte Beigel, diene auch dazu, „die Umfahrungsfreunde in die Schranken zu weisen“. Für Martina Neubauer ist der Tunnel alternativlos, weil er die Hauptstraße entlaste und damit Gestaltungsspielräume eröffne. "Eine Umfahrung wird ganz sicher nicht kommen", sagte sie unter Hinweis auf rechtliche Probleme und den Naturschutz.

Die fünfte Kandidatin, die von den Umfahrungsbefürwortern von WPS, BLS und FDP unterstützte Eva John (BMS), hat der Verein gar nicht erst gefragt – sie sei nicht Mitglied. Zudem habe sie sich mehrfach eindeutig geäußert, sagte Busse auf Nachfrage, weswegen man nicht erwartet habe, dass sie sich beteiligt.

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