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Vier Verletzte

Lebensgefahr nach Grillabend

Gilching - Ein Grillabend endete am Samstag in Gilching für drei Gäste und die Gastgeberin im Krankenhaus. Der Grund: Kohlenmonoxid.

Eine 62-jährige Frau aus Gilching hatte nach Angaben der Polizei am Samstagabend mit einigen Gästen eine private Grillfeier gefeiert. Nach dem Grillen stellte die Gastgeberin den Grill mit den noch heißen Kohlen in einen geschlossenen Wintergarten, um die Wärme des Grills zu nutzen. Nach kurzer Zeit wurde der 62-Jährigen schwindelig, weshalb Rettungswagen und Feuerwehr verständigt wurden.

Feuerwehrleute drangen mit schwerem Atemschutz in das Gebäude ein und stellte dort einen stark erhöhten CO-Wert fest. Das gesamte Gebäude wurde aufgrund der Gefahrenlage evakuiert, so die Polizei Germering. Drei weitere Gäste klagten mittlerweile ebenfalls über Schwindel und starke Kopfschmerzen. Alle vier Verletzten mussten aufgrund einer Kohlenmonoxidvergiftung in verschiedene Krankenhäuser verbracht werden. Nachdem die Feuerwehr das Gebäude ausreichend gelüftet hatte, konnten die übrigen Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Feuerwehr und Polizei warnen

Feuerwehr und Polizei warnen in diesem Zusammenhang vor den Gefahren von Kohlenstoffmonoxid (CO), das üblicherweise Kohlenmonoxid genannt wird. Das Atemgift entsteht unter anderem beim Grillen und ist sehr heimtückisch, denn man kann es nicht sehen, riechen oder schmecken. CO verhindert den Transport von Sauerstoff im Blut und führt dadurch zum Ersticken. Es droht akute Lebensgefahr. Eine leichte CO-Vergiftung macht sich meist, wie auch in diesem Fall, durch Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome bemerkbar. Schützen kann man sich gegen die CO-Gefahr auch mit einem „CO-Melder“. Ein Grill ist generell nur im Freien und niemals in geschlossenen Räumen zu verwenden. Selbiges gilt auch für jegliche Form von offenem Feuer.

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