Schön anzusehen und zu hören: die Musiker beim Hoagartn in der Schlossberghalle. Foto: Jaksch

Die Volksmusik lebt

Starnberg - Wer gewinnt, der singt. Zumindest gilt das für die „Starnberger Fischerbuam“, die im November den Volksmusikpreis „Traunsteiner Lindl“ nach Hause brachten.

Die Sieger der Auszeichnung übernehmen die Verpflichtung, selbst einen Volksmusik-Hoagartn auszurichten. Die musikalische Veranstaltung mit unterschiedlichen Interpreten feierten sie am Samstag in der ausverkauften Schlossberghalle.

Geladen waren Lindl-Gewinner und die Wolfratshauser Gruppe „Dreimalig“, Heimatpfleger Manfred Schulz und natürlich die „Starnberger Fischermadl“. Eine Zusammensetzung, bei der die Volksmusikfreunde ganz und gar auf ihre Kosten kamen. Die rund 250 Besucher kamen fast ausschließlich in Tracht. Eine Augenweide und naheliegend, da der Starnberger Heimat- und Volkstrachtenverein den Abend ausrichtete. Die vier Musiker wiederum sind ein Gewächs des Vereins - und die Einnahmen gingen als Spende für die Jugendarbeit dorthin zurück. Unterhaltsam führte der BR-Sprecher Willi Großer durch den Abend und plauderte dabei aus dem Nähkästchen. Dass die „Fischermadl“ lieber nach Australien reisen, statt im Chiemgau um den Lindl zu singen. Allerdings hatten sie sich noch vor den Buam zusammengeschlossen.

Streng gesehen waren ihnen die Fischerbuam trotzdem eine Nasenlänge voraus, denn sie formierten sich bereits 1947, wusste Großer. In anderer Besetzung, versteht sich. Danach war Sendepause. „Nix is zammngange“ - bis 2008, als Sebastian Hofer, Tobias Schulz, Vitus Mittermayr und Anderl Ruhdorfer sich zum Viergesang entschlossen. Den Auftakt machten die Kulturförderpreisträger des Landkreises glockenklar mit „Mir san deselln Fischerbuam“, ihnen vorausgegangen war ein flotter Polka der Tal-Berg-Musi. „Dreimalig“ legte einen Walzer aufs Parkett und die Fischermadl sangen ergreifend „Da drunt bei da Mühl“. D’Oimräsal-Musi spielten auf und der „Selfmade-Man“ Sepp Pfliegl ließ seine Harfe himmlisch klingen. Glockenklarer Gesang traf auf mitreißend schönen Vielklang; Harfe, Violine und Cello vereinten sich mit Akkordeon, Klarinette, Trompete und Zither.

Auch interessant

Kommentare