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Trotz der klaren Niederlage im DVV-Pokal feierten die Herrschinger Volleyballer am Donnerstag in der Berliner Max-Schmeling-Halle nach dem Spiel mit ihren mitgereisten Fans. Am Samstag wollen sie in der Bundesliga bei der SVG Lüneburg ihren fünften Saisonsieg bejubeln. 

Volleyball

TSV Herrsching zurück im Bundesliga-Alltag

Herrsching - Nach dem verlorenem Pokal-Halbfinale gegen Berlin reisen die Volleyballer des TSV Herrsching zum Bundesligasechsten Lüneburg.

Schlag auf Schlag geht es für die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching. Nur 48 Stunden nach der herben 0:3-Pokalklatsche in Berlin geht es am Samstag, 20 Uhr (live auf sportdeutschland.tv), bei der SVG Lüneburg wieder um wichtige Ligapunkte. Überhaupt sind die kommenden Spiele gegen Lüneburg, Bühl und Düren allesamt Duelle, wo es um die direkte Qualifikation für die Playoffs geht. Die drei Teams belegten in der Vorsaison die Plätze vier bis sechs, Herrsching musste damals als Siebter in die Pre-Playoffs.

Zumindest die personelle Lage bessert sich bei den Herrschingern. Die zuletzt in Berlin fehlenden Florian Malescha und Roy Friedrich stoßen zum Herrschinger Team. Da Nicolai Grabmüller (Magen-Darm-Infekt) und Peter Ondrovic (Finger ausgekugelt) nicht einsatzfähig sind, greift erneut Hausers Notfallplan. Neben Friedrich wird wieder Tobias Neumann in der Mitte spielen. „Er ist meine Allzweckwaffe. Ich glaube, er wird ein gutes Spiel machen“, prophezeit Hauser. In Berlin hatte Neumann jedenfalls die beste Angriffsquote (50 %) aller Herrschinger.

Respekt hat Hauser vor der guten Sideout-Quote (Punkte bei Annahme/über 60 %) und den guten Aufschlägern bei den Lüneburgern. Im Sommer musste die SVG Lüneburg einige namhafte Abgänge verkraften. Rene Bahlburg beendete seine Karriere, Steven Marshall wechselte zu den Berlin Recycling Volleys, Nicholas del Bianco zu AS Cannes und Oskar Klingner zu Aufsteiger Solingen. Aber die Neuverpflichtungen schlugen gut ein. Cody Kessel vom Schweizer Erstligisten Volley Schönenwerd und Eric Fitterer (Voleibol Teruel/Spanien) rangieren nach sechs Spieltagen auf Rang sechs bzw. sieben der Topscorer-Wertung. Auf Platz eins und vier stehen übrigens die Herrschinger Tom Strohbach und Julius Höfer.

Der Berlin-Lüneburg/Hamburg-Trip ist übrigens die längste Dienstreise in der Geschichte der Herrschinger Volleyballer. Am Sonntag geht’s mit dem Zug zurück. Zum Abschluss ist Samstagnacht auch ein Abstecher auf die Reeperbahn geplant. „Mit drei Punkten würde es sich gut feiern lassen“, sagt Kapitän Benedikt Doranth.

In einem Punkt sind die Lüneburger den Herrschingern meilenweit voraus. Im Sommer dieses Jahres sprachen sich die politischen Gremien der Hansestadt für den Bau einer neuen Halle aus. Kostenpunkt: rund zehn Millionen Euro. Wie bei der Herrschinger Nikolaushalle läuft die Sondergenehmigung der Volleyball Liga für die kleine Gellersenhalle in Reppenstedt zum Ende dieser Saison ab. Errichtet werden soll die „Arena Lüneburger Land“ von einer privaten Objektgesellschaft. Diese Gesellschaft soll auch für den laufenden Betrieb der Mehrzweckhalle sorgen. „Zu so günstigen finanziellen Rahmenbedingungen kommen wir in Lüneburg nie wieder an eine solche Halle“, verdeutlichte Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Rahmen einer Stadtratssitzung. Aufgrund des Public-Private-Partnership-Modells trage die Stadt kein Risiko am Bau, so der Oberbürgermeister.

Dirk Schiffner

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