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Block gestärkt: Tobias Neumann (l.) kam beim Stand von 23:23 im dritten Satz gegen Königs Wusterhausen. 

Volleyball

Herrsching hat Playoff-Quali wieder selbst in der Hand

Herrsching - Zwei Spiele, sechs Punkte: Die Fahrt in den Osten der Republik hat sich gelohnt für die Volleyballer des TSV Herrsching. Der GCDW hat nun die Playoff-Qualifikation wieder selbst in der Hand.

Von ihrer dreitägigen Dienstreise in den Osten der Republik brachte die Mannschaft von Coach Max Hauser neues Selbstvertrauen und zwei Siege mit. Am Samstag gewann Herrsching bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:1, am Sonntag wurden die Volleyball-Talente des VC Olympia Berlin mit 3:0 von deren Parkett gefegt. Da der TV Bühl gegen Friedrichshafen mit 1:3 verlor, stehen die Ammerseer nun wieder auf dem sechsten Platz. Mit vier Punkten Vorsprung auf Bühl hat Herrsching die direkte Playoff-Qualifikation jetzt wieder in der eigenen Hand.

Als „extrem wichtig“ umschrieb Hauser vor allem den Sieg in Königs Wusterhausen. Der Erfolg in Berlin war zwar nur ein Pflichtsieg, aber auch die Krönung eines perfekten Wochenendes. Mit einem taktischen Schachzug überraschte Hauser die Netzhoppers. So spielte Julius Höfer zwar auf Außen/Annahme. Allerdings nur im Angriff. Bei der Annahme baute Hauser auf den Zweier-Riegel Tom Strohbach/Ferdinand Tille. „So wollte ich bereits zu Saisonbeginn spielen“, sagte Hauser. Doch dann durchkreuzte die Knieverletzung von Matt Tarantino Hausers Pläne, infolgedessen Außenangreifer Höfer auf der Diagonalen spielen musste.

In Königs Wusterhausen wurde durch die Systemumstellung zwar die Annahme geschwächt, doch „dafür „hatten wir im Angriff und Block mehr Power“, befand Hauser. Nach der enttäuschenden 1:3-Niederlage gegen Rottenburg war der Ton in Herrsching etwas schärfer, aber die Mannschaft um Kapitän Patrick Steuerwald gab die Antwort auf dem Feld. Es war den Spielern anzumerken, dass sie etwas gutzumachen hatten. Lange Zeit spielten Herrsching und Königs Wusterhausen, die am Abend zuvor bereits den VCO Berlin mit 3:0 geschlagen hatten und an Herrsching in der Tabelle vorgezogen waren, auf Augenhöhe. Der erste Satz ging an Herrsching (25:21), der zweite an die Netzhoppers (19:25). Spannend war der dritte Durchgang. Beim Stande von 23:23 brachte Hauser Tobias Neumann für Steuerwald, um den Block zu stärken. Hausers Plan ging auf: Der 28-Jährige machte den Breakpunkt zum Satzball. Den verwandelte schließlich Strohbach von der Aufschlaglinie. Im vierten Satz waren die Ammerseer dann nicht mehr aufzuhalten. „Da haben wir unsere Chancen konsequent genutzt“, sagt Hauser nach dem 25:16. Der Übungsleiter sah aber auch noch „viel Verbesserungspotential.“

Daran konnte bereits einen Tag später gearbeitet werden. Beim VCO Berlin spielte Herrsching wieder im gewohnten System. Allerdings gönnte Hauser zunächst Höfer eine Verschnaufpause. Für ihn spielte Florian Malescha. Die junge Berliner Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 18,6 Jahren hatte aber gegen die erfahrene Ammersee-Crew keine Chance. Im Schnelldurchgang wurde der sechste Saisonsieg in 74 Minuten festgezurrt. Von Beginn an war Herrsching Herr im fremden Haus. Die ersten beiden Sätze gewann der selbsternannte Geilste Club der Welt mit jeweils 25:19, den dritten Durchgang mit 25:23. Das Sechs-Punkte-Wochenende war für Hauser insgesamt „ein Schritt nach vorne“. Am kommenden Samstag geht es dann in der heimischen Nikolaushalle weiter. Dann empfängt der TSV die Powervolleys aus Düren zum Punktekampf.

Dirk Schiffner

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