Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt

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Wertvollster Spieler des Abends: Tobias Neumann vertrat Zuspieler Patrick Steuerwald hervorragend. Foto: Andrea Jaksch

Volleyball-Bundesliga

TSV Herrsching gewinnt Bayern-Derby

Herrsching - Die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Am Samstag gewann der Klub vom Ammersee das bayerische Derby gegen die VSG Coburg mit 3:1 (25:16, 25:22, 22:25, 25:22).

Durch die geglückte Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage entledigte sich die Mannschaft von Coach Max Hauser auch einem Rivalen im Kampf um den sechsten Platz. Vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde steht Herrsching auf Rang sieben, nur noch zwei Zähler hinter Bühl. Mit nunmehr 21 Punkten auf der Haben-Seite hat der Klub vom Ammersee bereits jetzt mehr auf dem Konto als in der gesamten letztjährigen Hauptrunde (20). 

„Das hätte ich so nicht erwartet“, freute sich Hauser über den vierten Heimsieg in Folge. „Schließlich mussten wir zwei Stammspieler ersetzen.“ Den grippekranken Phillip Trenkler vertrat Benedikt Doranth absolut ebenbürtig. Zudem wurde Kapitän Patrick Steuerwald (Kapselverletzung am linken Daumen) geschont. Seinen Part als Zuspieler übernahm Tobias Neumann. Der 27-Jährige wurde nach der Partie prompt zum wertvollsten Spieler gewählt. „Das sagt eigentlich alles“, meinte Hauser über Neumanns Leistung – auch wenn nicht jedes Zuspiel exakt den Mitspieler fand. 

Besonders hervorheben wollte Hauser allerdings die Leistung von Doranth. Der Allrounder „hat einen soliden Stiefel gespielt. Gut in der Annahme, gut im Angriff. Mit seiner Spielweise hat er die Gegner entnervt. Solche Spieler brauchst du“, lobte Hauser. Auch mache ihn der frischgebackene Bayerische Indoor-Beach-Champ Doranth ein bisschen stolz. Schließlich ist er schon seit der Landesliga in Herrsching dabei. „Er ist mit uns siebenmal aufgestiegen. Das ist wahrscheinlich einmalig im Sport in Deutschland.“ Hauser hatte den 28-Jährigen vor zehn Jahren aus Inning nach Herrsching geholt. 

Eine starke Partie lieferte auch Ferdinand Tille, der das Libero-Duell gegen seinen jüngeren Bruder Leonhard klar für sich entscheiden konnte. 75 Prozent Annahmequote sind ein mehr als ordentlicher Wert. Einmal mehr ein Punktegarant war Daniel Malescha. Trotz Schulterprobleme brachte es der Diagonalangreifer auf insgesamt 30 Punkte. 

Der erste Satz war eine klare Sache für Herrsching, nach anfänglichem Abtasten zog die Hauser-Crew schnell davon. Zur ersten technischen Auszeit stand es 8:5, zur zweiten bereits 16:10. Mit starken Aufschlägen und präzisen Angriffen, auch aus dem Rückraum, war der Durchgang nach 23 Minuten mit 25:16 eingetütet. 

Verkehrte Welt dann im zweiten Satz. Lange Zeit rannte Herrsching einem Rückstand hinterher. Coburg fand besser ins Spiel, bei Herrsching stand die Annahme nicht mehr solide. Die Nordbayern zogen anfangs auf 3:8 davon, doch Herrsching fand bis Mitte des Satzes wieder zu alter Stärke zurück. Spätestens nach dem 18:18, auch mit Unterstützung der 1000 Fans in der rappelvollen Nikolaushalle – dass die GCDW-Arena einmal mehr ausverkauft war, bedarf mittlerweile eigentlich keiner Erwähnung mehr – drehte der GCDW die Partie. Immer wieder hämmerten Julius Höfer und Daniel Malescha krachende Schmetterbälle ins Coburger Feld. Am Ende sorgte ein Coburger Netzfehler für das 25:22 und die 2:0-Satzführung. 

Die zehnminütige Pause war Gift fürs Herrschinger Spiel. Im dritten Satz neutralisierten sich beide Teams. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Erst in der Schlussphase begünstigten einige Herrschinger Abstimmungsfehler und Ungenauigkeiten den Coburger Satzgewinn. Im Hinspiel hatte Herrsching die Partie noch nach einer 2:0-Führung mit 2:3 verloren. „Diesmal haben wir den Hebel rechtzeitig umgelegt.“ Nach 0:4-Rückstand bliesen die Herrschinger zur Aufholjagd und sicherten sich den vierten Satz mit 25:22 und somit die wichtigen drei Punkte, während die Franken leer ausgingen und nun vier Zähler Rückstand auf den GCDW haben.

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