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Schulterprobleme: Der Einsatz Zuspieler Michal Sládecek (l.) steht auf der Kippe.

Volleyball

GCDW will dem Goliath ein Bein stellen

Jetzt geht es in die entscheidende Phase: Die Volleyballer des TSV Herrsching wollen noch Rang fünf in der Bundesliga erreichen. Dazu müssten sie aber wohl die restlichen vier Spiele vor den Playoffs gewinnen. Am Samstag allerdings hängen die Trauben hoch - es geht zum deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen.

HerrschingVier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde in der Volleyball-Bundesliga ist die erste Entscheidung gefallen. Durch den 3:1-Sieg des VfB Friedrichshafen am Mittwoch gegen die United Volleys Rhein-Main sicherten sich die Häfler vorzeitig den ersten Platz. Auf Rang zwei werden wohl die Berlin Recycling Volleys einlaufen, die United Volleys als Dritter. Doch um die Plätze vier bis acht ist heißer Kampf zwischen den Alpenvolleys Haching, den Powervolleys Düren, dem TV Bühl, der SVG Lüneburg und dem TSV Herrsching entbrannt. Den Vierten Haching und den Achten Herrsching trennen ganze drei Punkte.

Nach dem 3:0-Erfolg gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen versprach Herrschings Coach Max Hauser, „dass wir versuchen, den fünften Platz zu erreichen. Dazu müssen wir aber wohl jedes Spiel gewinnen“. Dass das schwer wird, ist auch Hauser bewusst. Schließlich müssen die Herrschinger am Samstag, 19.30 Uhr, beim VfB Friedrichshafen ran.

Solche Partien werden gerne auch als David gegen Goliath bezeichnet. Doch die Herrschinger haben schon so manches Mal den Großen das Fürchten gelehrt. In der vergangenen Saison trotzte der kleine Klub vom Ammersee dem Rekordmeister vom Bodensee jeweils einen Zähler ab, zweimal unterlag man nur knapp mit 2:3. Doch heuer dominiert der VfB Friedrichshafen die Liga nach Belieben. 17 Spiele, 17 Siege. Gerade mal sieben Sätze gaben die Schützlinge von Trainer Vital Heynen, die natürlich auch im DVV-Pokalfinale (am 3. März) stehen, ab. Und auch in der Champions League hielten sich die Häfler bisher schadlos (sechs Spiele, sechs Siege). Die letzte Niederlage datiert vom 7. Mai 2017. Im dritten Finalspiel verlor Friedrichshafen in der heimischen Arena gegen Berlin. „Die haben sich weiterentwickelt, spielen eine massiv gute Saison“, hat Hauser festgestellt. Im Hinspiel setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage. „Es ist das einfachste Spiel. Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Hauser. Der 34-Jährige hofft, dass „wir befreit aufspielen und unsere Aufschläge gut treffen. Dann haben wir da auch eine Chance zu punkten.“ Allerdings machen die Häfler in der Annahme wenig Fehler. Mit David Sossenheimer fällt der zweitbeste Annahmespieler (hinter Libero Markus Steuerwald) jedoch verletzungsbedingt aus.

Bei den Herrschingern steht noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz der angeschlagenen Christoph Marks und Michal Sládecek. Der slowakische Zuspieler hatte zuletzt kleinere Probleme mit seiner Schulter. Diagonalspieler Marks hat sich am Ellbogen verletzt. Ein Ausfall der beiden Stammspieler würde sehr schwer wiegen. Zumindest hinter Sládecek bewies vor Wochenfrist Martin Krüger, dass er ein zuverlässiger Vertreter als Regisseur ist. Wer letztlich auf dem Parkett in der ZF-Arena stehen wird? „Wir haben genügend Spieler, und ich bin insgesamt mit allen zufrieden. Ich vertraue da eigentlich allen, das die was reißen können“, sagt Hauser.

Für Kurzentschlossene, die den GCDW in Friedrichshafen unterstützen möchten, stehen noch Restplätze im eigens gecharterten Fanbus bereit (30 Euro für Fahrt, Getränke und Eintritt). Abfahrt an der Nikolaushalle ist um 14.30 Uhr.

Dirk Schiffner

Das Restprogramm der Mannschaften auf den Plätzen vier bis acht:

Alpenvolleys Haching (4. Platz/28 Punkte): RV Berlin (H), SVG Lüneburg (A), United Volleys Rhein-Main (A), TV Rottenburg (H).

SWD Düren (5./27): Bisons Bühl (A), Bergische Volleys Solingen (H), TV Rottenburg (H), TSV Herrsching (A).

Bisons Bühl (6./26): SWD Düren (H), SVG Lüneburg (H), TSV Herrsching (A), RV Berlin (A).

SVG Lüneburg (7./25): United Volleys Rhein-Main (A), Bisons Bühl (A), Alpenvolleys Haching (H), Netzhoppers Königs Wusterhausen (A), VfB Friedrichshafen (H).

TSV Herrsching (8./25): VfBFriedrichshafen (A), Bisons Bühl (H), Bergische Volleys Solingen (A), SWD Düren (H)

Aktuelle Tabelle

Königspark KW - AlpenVolleys 1:3

RV Berlin - Bergische Volleys 3:0

Friedrichshafen - Rhein-Main 3:1

1. Friedrichshafen 17 51: 7 51

2. RV Berlin 16 36: 19 37

3. UV Rhein-Main 16 39: 26 30

4. Alpenv. Haching 16 35: 28 28

5. SWD Düren 16 34: 28 27

6. Bisons Bühl 16 30: 27 26

7. SVG Lüneburg 15 31: 24 25

8. TSV Herrsching 16 33: 33 25

9. Königs Wusterh. 17 19: 41 13

10. TV Rottenburg 16 11: 46 4

11. Bergische Volleys 17 8: 51 0

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