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Auf den Arm genommen: Weltmeisterin Miriam Vog t, Otmar Federl, Christian Danner (vo.v.l.), Prinz Poldi von Bayern, Erhard Wunderlich, Christa Kinshofer, Thomas Berthold, Frank Fleschenberg und Sylvia Hanika. 

Starnberger Sportgeschichte(n)

Großer Bahnhof für Weltmeisterin Vogt

Vor 25 Jahren feierte die Sport- und Politprominenz Miram Vogt. Die Starnberger Skirennläuferin hatte bei der Weltmeisterschaft in Morioka/Japan die Goldmedaille in der Kombination gewonnen. 

Starnberg – Im Februar geht’s in den Olympia- und WM-Jahren um Titel und Medaillen. Was bei der Starnbergerin Kira Weidle gerade in Pyeongchang nicht geklappt hat, schaffte Miriam Vogt vor 25 Jahren bei der WM im japanischen Morioka. Da holte die damals 25-jährige Skifahrerin vom TSV Starnberg Gold – Platz eins in der alpinen Kombination, eine riesige Überraschung und der bislang einzige alpine WM-Titel, der in die Kreisstadt ging.

Miriams Motto: Zweimal zwei macht Eins. Erst fuhr sie im Februar 1993 in der Kombi-Abfahrt auf Platz zwei hinter der Amerikanerin Picabo Street, danach reichte im Slalom der zweite Rang hinter der Österreicherin Anita Wachter zum WM-Titel. Vogt war damit die erste deutsche Weltmeisterin seit Maria Epple, die 1978 in Garmisch-Partenkirchen Gold im Riesenslalom gewonnen hatte. Das Erfolgsrezept der Starnbergerin: „Ich bin gefahren, dass sich die Balken gebogen haben.“ Eigentlich ganz einfach...

Ein WM-Titel ins Fünfseenland – da ließ sich die Sport- und Polit-Prominenz vom Starnberger See nicht lumpen: Ex-Bundesliga- und SpVgg-Manager Frank Fleschenberg (heute Boss des „Eagles Charity Golf-Club“) und Rennfahrer Prinz Poldi von Bayern organisierten nach Vogts Rückkehr Ende Februar einen Überraschungsempfang im mittlerweile längst abgerissenen Starnberger Squashpark. „Ich freue mich riesig“, strahlte die Weltmeisterin, nachdem ihr Landrat Dr. Rudolf Widmann ein „Riesenfest“ nach dem Ende der Weltcup-Saison versprochen hatte. Unter den Gästen waren neben „Fleschi“, dem Bayern-Prinzen und Squashpark-Chef Otmar Federl Miriams Bruder Markus, der Olympia-Vierte von Barcelona 1992 im Rudern, Überraschungsgast Christa Kinshofer, die dreifache olympische Medaillengewinnerin (Silber in Lake Placid 1980, Silber und Bronze in Calgary 1988) aus Miesbach, Fußball-Weltmeister Thomas Berthold vom FC Bayern München, Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner aus Berg (aktuell immer noch Formel-1-Experte und Kommentator bei RTL), Tennis-As Sylvia Hanika sowie die im Oktober 2012 verstorbene deutsche Handball-Legende Erhard „Sepp“ Wunderlich.

„Nach den Olympischen Spielen nächstes Jahr in Lillehammer feiern wir wieder zusammen“, versprach die Kombi-Weltmeisterin. Doch da lief es für die spätere Präsidentin des Bayerischen und Vizepräsidentin des Deutschen Ski-Verbandes nicht so gut wie in Morioka: In der alpinen Kombintion wurde sie Neunte, im Slalom schied sie aus und in der Spezialabfahrt reichte es nur zum zwölften Platz.

Thomas Ernstberger

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