Vorfall in Andechs

Polizei begleitet Linienbus mit Betrunkenen

Andechs/Starnberg - Eine Gruppe stark angetrunkener Asylbewerber musste am Samstagabend mit Polizeibegleitung zur S-Bahn gebracht werden. Der Vorfall könnte weitreichende Folgen haben.

Offenbar war eine Gruppe von Asylbewerbern aus München in Andechs bei einer Feier und wollte am Samstagabend mit dem Bus nach Starnberg und von dort mit der S-Bahn nach München. Ein Teil der Gruppe stieg am Kloster ein. Einige Männer verpassten den Bus möglicherweise und blockierten an anderer Stelle die Straße. Die Personen im Bus gingen den Fahrer an und zwangen ihn zum Anhalten. Der Bus, in dem sich auch andere Fahrgäste befanden,  wurde nach Angaben des Busunternehmens unter anderem mit Flaschen beworfen.

Der erfahrene Busfahrer rief die Polizei, die übers Handy den Tumult live mitbekam und sofort ein halbes Dutzend Streifenwagen schickte. Letztlich fuhren mehrere Beamte im Bus mit direkt nach Starnberg, während die Streifenwagen folgten. "Dadurch sollte eine erneute Eskalation der Situation vermieden werden. Zu Straftaten ist es nicht gekommen", teilte die Herrschinger Polizei am Sonntag mit. Was genau zu dem Streit geführt hat, vermag die Polizei nicht zu sagen: "Die genaue Ursache der Auseinandersetzung konnte aufgrund der stark aufgeheizten Stimmung vor Ort nicht abschließend geklärt werden. Weitere Ermittlungen der Polizeiinspektion Herrsching dazu folgen."

Das Busunternehmen will am Montag mit dem MVV und dem Landratsamt Starnberg die Sicherheitslage beraten. Bisher gab es immer mal wieder verbale Ausfälle, in diesem Ausmaß hatte sich bisher kein Vorfall abgespielt.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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